„Let it be“: Ein Abend voller Emotionen

Rottmoos: Benefiz-Konzert in Wasserburg „Klassik trifft Klassiker" berührte und verzauberte

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Ein gut gefüllter Rathaussaal in Wasserburg beim Konzert „Klassik trifft Klassiker – Teil 2“ und ein begeistertes Publikum, so lautet das Fazit eines gelungenen Konzertabends. Dazu eingeladen hatte der Förderverein Rottmoos und mit dabei waren auch diesmal wieder die Konzertpianistin Eva Barbarino, das Gitarrenduo Rupert und Johannes sowie die Erfolgsband Mardi Gras (Foto). Mit ausgewählten Stücken wie der „Mondscheinsonate“ von Ludwig van Beethoven, dem …

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… „Impromptu As-Dur op. 90 Nr. 4“ von Franz Schubert, der Konzertetüde „Waldesrauschen“ von Franz Liszt und Melodien von George Gershwin begeisterte Eva Barbarino die Zuhörer.

Sie beherrscht den Flügel mit faszinierender Leichtigkeit und beeindruckte damit, dass sie die anspruchsvollen Stücke ohne Notenblatt spielte. Bei ihrem Auftritt konnte man eine Stecknadel fallen hören, so gebannt lauschte das Publikum den Darbietungen. Sehr bereichernd auch die Vorabinformationen von Frau Barbarino zu den Stücken und ihren Komponisten.

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Von links Bernd Delakowitz, Rudi Baumann und Karl-Heinz Mayer.

Im krassen Gegensatz dazu die fetzige Musik, mit der Mardi Gras das Publikum fesselte. Neben eigenen Kompositionen waren es Stücke wie „Teach your children“ von Nash, „City of New Orleans“ und „Hotel California“, mit der die drei Musiker die Zuhörer mitrissen. Sie boten Musik voller Rhythmus und Perfektion, regten die Zuhörer zum Mitmachen an und nicht wenige machten begeistert mit.

benefiz 2Ein Erlebnis auch die Musik von Großvater Rupert und seinem Enkel Johannes. Nachdenklich stimmte Ruperts Eigenkomposition „Mach die Tür nicht gleich zu“, bewegend Johannes Liedvortrag „Streets of London“, ein Hörgenuss waren Stücke wie der „Urban Blues Shuffle“,  „Silent Guitars”, “Wagon Wheel”, “Honky Tonk” oder “When you say nothing at all”.

An diesem Abend trafen fetzige Songs der 70er und moderne Gitarrenklänge auf klassische Klavierstücke, so dass für jeden Musikgeschmack etwas dabei war. Wie schon vor zwei Jahren ergänzten sich die Gruppen und die Musikstücke wunderbar. Den Interpreten gelang es, das Publikum mit ihrer Musik zu verzaubern …

Es war ein Konzert mit vielen emotionalen Momenten; sei es beim Gedenken an den verstorbenen 2. Vorsitzenden des Vereins, der die Idee zu dieser ungewöhnlichen Zusammenstellung der Interpreten hatte, oder bei der Vorstellung von Rottmoos, wo das Publikum über die Verwendung der Gelder aus dem Konzert informiert wurde.

Diese fließen mit ein in die Umrüstung auf Barrierefreiheit im Betreuungshof Rottmoos, da dafür keine öffentlichen Mittel zur Verfügung stehen. Ergänzt wurde die Vorstellung durch den Beitrag einer gehörlosen Bewohnerin, die in Gebärdensprache von sich berichtete; eine Mitarbeiterin der Einrichtung übersetzte es für die Zuhörer in Lautsprache.

Auch das Schlusslied „Let it be“, das von allen Interpreten gemeinsam dargeboten wurde, war sehr ergreifend. Und so wurden am Ende noch mehrere Zugaben erklatscht.

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dm

Fotos: Hans Urban/Carl Teine

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