Floriansjünger üben Umgang mit Stress

Ausbildung zur technischen Hilfeleistung in Haag mit sieben Feuerwehren

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aj THL Tag 2016 (15)Technische Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen will gelernt sein. Im Notfall muss jeder Handgriff sitzen. Das Wichtigste ist bei großen Einsätzen mit mehreren Feuerwehren eine gute Kommunikation untereinander und auch in stressigsten Momenten Ruhe zu bewahren. Dies konnten Mitglieder der Feuerwehren aus Mößling, Mühldorf, Altmühldorf, Kirchdorf, Neumarkt St. Veit und Waldkraiburg am gestrigen Samstag in Haag üben.

Wenn die Türe klemmt und die Beifahrerin aus Angst um ihr Kleinkind lauthals um Hilfe ruft, der Rollerfahrer verkeilt unter einem Pkw liegt – Szenarien, die unweigerlich Stress für die Retter bedeuten. „Gerade in solchen Momenten ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und als Truppführer kommunikativ Hilfe an die Kollegen zu verteilen“, weiß, das weiss THL-Ausbilder und Kommandant Thomas Göschl von der Haager Feuerwehr. Dann gehe vieles beim, schonenden und schnellen Retten aus Fahrzeugwracks leichter von der Hand.

Peter Reich hatte sich wieder große Mühe gegeben, das Unfallszenario so perfekt wie möglich zu arrangieren, so dass die aus dem ganzen Landkreis Mühldorf  zusammengewürfelte Rettertruppe alle Hände voll zu tun hatte.

Einer der Grundsätze beim Retten: „Nicht den Helden spielen. Bei 30 Grad im Schatten lieber die Rettungsschere mal  an den Hintermann abgeben und durchschnaufen. Denn der Retter darf nicht zum Patienten werden“, so Ausbilder Michael Haas,

„Es ist im Einsatz manchmal schwierig unter Druck einfache und gute Entscheidungen zu treffen, hier helfen aber die regelmäßigen THL-Übungstage bei den verschiedenen Landkreisfeuerwehren und die Kommunikation unter den Nachbarfeuerwehren. Denn Übung bringt jeden weiter.“ AO

 

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