„Die Nacht der Hirschn“ in Albaching

Theaterverein zeigt zur Eröffnung des Bürgersaals Lustspiel - Vorverkauf läuft

image_pdfimage_print

DSC_018521 Jahre lang zeigte der Theater- und Musikverein Albaching seine Stücke in der Alpicha-Halle. Start war 1994 zur Eröffnung der Halle und der wiedererlangten Selbstständigkeit Albachings mit dem historischen Stück „Oibich brennt“, bei dem damals das halbe Dorf mitspielte. Jetzt, mehr als zwei Jahrzehnte später, gibt es zur Einweihung des neuen Albachinger Bürgersaals eine Neuauflage. Am 4. März hat das Lustspiel „Die Nacht der Hirschn. Oder: Gott sei Dank hod Oibich brennt“ Uraufführung.  Ein Lustspiel mit viel Musik in zwei Akten, bei dem es wie vor 21 Jahren um das ehemals nicht ganz spannungsfreie Verhältnis zwischen Oibich und (Recht-) Mehring geht.

„Wir dürfen aber alle ganz beruhigt sein“, sagt Autor Christian Huber. „Weder die Oibichner, noch die Mehringer kommen schlecht weg. Bevor der Vorhang fällt, gibt’s natürlich ein wunderbares Happy End, die beiden Ortschaften rücken noch näher zusammen.“

Auch wenn im Untertitel immer noch „Oibich brennt“ zu finden ist, hebt sich das neue Stück deutlich von der Erstinszenierung von 1994 ab. „Aufgabenstellung war: Weg vom Drama hin zur Komödie, mehr Musik und buntes Treiben auf der Bühne und eine viel kürzere Spielzeit. In eineinhalb Stunden jagen wir durch das Stück“, verspricht Huber. Bei der alten Inszenierung waren es noch fast drei Stunden gewesen. Der Autor: „Das will man heute dem Publikum nicht mehr zumuten.“

Und um das geht’s: Seit über 100 Jahren müssen die Albachinger einen Bittgang nach Rechtmehring abhalten: Keiner weiß mehr den genauen Grund dafür. Während sich die Albachinger ärgern (meistens schüttet es beim Bittgang in Strömen), reiben sich die Mehringer alle Jahre die Hände. Doch die Oibichner haben zum Glück ihren „Überreider“, der als Amtmann des Bezirkes Wasserburg-Haag wie seine Vorfahren für die Marksteine zuständig ist und dafür sorgt, dass die Oibichner die Schmach des Bittgangs durch gehörigen Landzuwachs ausgleichen können. Bis es zum Eklat kommt: An einem Bittgangstag, an dem es ausnahmsweise nicht regnet, stürzt die Further Brücke über den Nasenbach ein. Sabotage!

Wieder kommen die Oibichner pitschnass in Mehring an. Es kommt zu erbitterten Auseinandersetzungen und mächtigen Wirtshausschlägereien – bis in Oibich die Kirche brennt. Wer war der Brückensäger? Wer der Brandstifter? Was wissen der Bader „Hokuspokus“ und sein Handlanger? Wovon sprechen die ausgestopften Hirschn an der Wirtshauswand beim Käser? Und warum darf ein Oibichner eigentlich keine Mehringerin heiraten? Fragen über Fragen, die allesamt in der „Nacht der Hirschn“ geklärt werden.

Begleitet wird das Stück mit 20 Sprechrollen und jeder Menge einheimischer Statisten von den Musikanten Peter Pfitzmaier (Gitarre), Gust Wimmer (Ziach) und Franz Schneider (Klarinette). Burgi Friesinger als gesangliche Leiterin  hat mit den Albachingern einige Gassenhauer eingeübt.

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In den Hauptrollen sind zu sehen: Fuchsn-Franz (Stefan Fleidl), Fuchsn-Vater (Boisi Gugg), Baptist (Michael Binsteiner),  Überreider (Hans Oettl),  Lisbeth, Überreider-Tochter (Christiane Schuster), Oibichner Pfarrer (Hans-Jürgen Bogarosch), Mehringer Pfarrer (Günter Haller), Bader Hokuspokus (Herbert Binsteiner), Handlanger (Angela Sanftl), Mesnerin (Bärbel Pfitzmaier), Krantinger, Krantingerbauer zu Kranting bei Mehring (Oliver Männer), Kathi, dessen Schwester (Sabine Tröstl), Kellnerin Babette (Brigitte Voglsammer), Hirschn an der Wand (Magdalena Pfitzmaier und Jakob Schuur), Sepp (Michael Münch), Bene (Bernhard Eberherr).

Die Aufführungstermine sind die Freitage, Samstage und Sonntage an den beiden Wochenenden 4. bis 6. März und 11. bis 13. März. Am Freitag und Samstag beginnt das Stück jeweils um 20 Uhr, sonntags um 18 Uhr und Einlass ist wie gewohnt eine Stunde vorher.

Die Albachinger rückten heuer von ihren üblichen Terminen im Spätherbst ab, um die Inszenierung im neuen Saal über die Bühne bringen zu können.

Der Vorverkauf bei der RSA Bank in Albaching (08076/256)  hat bereits begonnen. Eintritt: Acht Euro, ermäßigt sechs Euro. Karten gibt es auch jeweils an der Abendkasse im Bürgersaal.

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