EHC startet in schönste Zeit der Saison

Am Sonntag steht die erste Partie der Best-of-5-Serie gegen ECDC Memmingen an

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ehcb„Endlich“ denken sich die vielen Fans des EHC Waldkraiburg und damit haben sie Recht: Endlich geht mit den Playoffs die beste Zeit des Eishockeyjahres los! Am Sonntag steht die erste Partie der Best-of-5-Serie im Viertelfinale auf dem Plan und dabei treffen die Löwen ab 17.15 Uhr mit dem ECDC Memmingen gleich auf ein absolutes Top-Team! Wegen des erwarteten hohen Zuschauerandrangs gibt es wieder einen Vorverkauf und auch der Fanshop öffnet für die Fans die Pforten außerplanmäßig. 

Memmingen wird seit dem Sommer als großer Favorit auf den Titel gehandelt und auch wenn man in den Internetforen den Eindruck bekommen kann, dass die Indians schon so gut wie ausgeschieden sind, unterschätzt im Lager des EHC Waldkraiburg niemand die Mannen um Ex-Nationalspieler Jan Benda. „Memmingen ist eine Top-Mannschaft und auch wenn bisher noch nicht alles immer so lief, wie man sich das im Sommer vielleicht gewünscht hat, müssen wir gewaltig auf der Hut sein“ erklärte Löwen-Trainer Rainer Zerwesz im Vorfeld der ersten Begegnung. „Jetzt sind wir in den Playoffs, das ist anderes Eishockey und die Tagesform spielt oft eine entscheidende Rolle. Memmingen hat noch dazu viele erfahrene Akteure in den eigenen Reihen; die wissen ganz genau, worauf es jetzt ankommt“, so der 47-Jährige weiter.

Bei einem Blick auf den Kader der Indians wird schnell klar, was Zerwesz damit meint: Zu Benda, dem Defensiv-Chef und zweitbesten Scorer mit elf Toren und 37 Vorlagen in 34 Spielen muss man nicht mehr viel sagen, im Winter wurde die Verteidigung zudem mit dem 40-Jährigen Pavel Vit aus Sonthofen nochmals verstärkt. Und Martin Jainz und Martin Hoffmann sind mit über 30 Jahren ebenfalls der Abteilung Erfahrung zuzuordnen. Für die Abteilung Attacke sind dagegen der 45-Jährige Petr Sikora, der Finne Ville Eskelinen und Publikumsliebling und Topscorer Anti-Jussi Miettinen zuständig. Die drei allein kommen zusammen auf über 130 Scorerpunkte in rund 30 Spielen.

Zwar pausierte Sturmroutinier Mike Dolezal zuletzt wegen einer im Training zugezogenen Schulterverletzung, gegen die Löwen wird er aber wohl wieder vertreten sein. Ob die Stürmer Patrick Zimmermann und Jan Kouba an Bord sind, wird wohl kurzfristig entschieden, Verteidiger Marc Stotz soll wegen Beschwerden gar nicht mehr auflaufen können. Die Indians haben also ein recht großes Tipi, auf dem ein rotes Kreuz prangt, doch haben auch die verbliebenen Spieler genügend Qualität, den Löwen das Leben nicht nur schwer zu machen, sondern sie eventuell auch über die Serie raus zu kegeln.

„Die Leistungen der letzten Monate zählen nicht mehr. Jetzt sind die Playoffs, auf das was war, gibt jetzt keiner mehr etwas. Wenn du nur kurz nicht aufpasst, bist du draußen, da müssen wir immer auf der Hut sein“ weiß auch EHC-Coach Zerwesz.

Der Form halber, sollen die bisherigen Leistungen aber nicht unerwähnt bleiben: Die Vorrunde beendete Memmingen auf dem fünften Platz und unterlag dabei dem EHC zweimal mit 0:6 und 4:5. In der Zwischenrunde A mit Lindau, Moosburg, Peißenberg und Landsberg holten die Indians drei Siege in acht Spielen, belegten somit in der Endabrechnung den vierten Platz. Die drei Erfolge feierte das Team von Werner Tenschert, der nach der Trennung von Alexander Wedl vom „Co“ zum „Chef“ befördert wurde, gegen Moosburg (7:2 und 7:2) und im Heimspiel gegen Landsberg am letzten Freitag (5:4).

Technisch macht den Indians aber keiner etwas vor, und so darf man sich auf hochklassige, anspruchsvolle und sicher auch dramatische Spiele freuen. Um dem Zuschauerandrang Herr zu werden, veranstalten die Löwen auch wieder einen Vorverkauf von 18 bis 21 Uhr in der Waldkraiburger Stadiongaststätte. Am Donnerstag wird gleichzeitig auch der Fanshop am Stadion offen haben, damit die Fans sich für den Fanbus kommende Woche anmelden, schon mal passend einkleiden und optisch schon vor Anpfiff in Führung. GM

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