In Haag: Frau von Auto überrollt

Zur Mittagsstunde: Schwerer Unfall am Bräuhausplatz

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Foto 2Zu einem Unfall, bei dem eine Haagerin (58) schwer verletzt wurde, kam es am Donnerstag zur Mittagsstunde in Haag. Die Frau wurde auf der Hauptstraße auf Höhe des Bräuhausplatzes von einem VW-Touran überrollt. Das Unfallopfer wurde unter dem Wagen eingeklemmt und musste mit schwerem technischen Gerät befreit werden. Der Polizeibericht: 

Gegen 11 Uhr wurde heute der Polizeieinsatzzentrale in Rosenheim ein Verkehrsunfall in Haag, Höhe des Sportgeschäfts in der Hauptstraße mitgeteilt, bei dem ein Kind noch unter dem Fahrzeug eingeklemmt sein soll. Wie sich bei Eintreffen der Einsatzkräfte (BRK mit Notarzt, Feuerwehr Haag und Polizei) heraus stellte, lag nicht ein Kind unter dem VW-Touran eingeklemmt, sondern eine 58-jährige Frau aus Haag.
Zum Unfallhergang meldet die Polizei: Die Fußgängerin wollte die Hauptstraße auf Höhe des Sportgeschäfts überqueren, um zu ihrem auf dem Bräuhausplatz geparkten Wagen zu gelangen. Die 59-jährige Fahrerin eines VW-Touran war mit ihrem Wagen am Bräuhausplatz losgefahren, nach links in die Hauptstraße eingebogen und wollte in Richtung St. Wolfgang fahren. Als sich das Fahrzeug auf dem rechten Fahrstreifen befand, wurde die querende Fußgängerin vom Fahrzeug erfasst und zu Boden gestoßen. Eine weitere Fußgängerin, eine 41-jährige Frau aus Kirchdorf die mit ihrem elfjährigen Sohn unterwegs war, wollte die zu Boden gefallene Frau unter dem Auto hervor ziehen und in Sicherheit bringen. Die Autofahrerin, die sofort angehalten hatte, löste wieder die Bremse und der mit einem Automatikgetriebe ausgerüstete VW-Touran rollte nochmals ein Stück nach vorne. Deshalb wurde auch die 41-jährige Helferin erfasst, zu Boden gestoßen und beide Frauen kamen unter dem Wagen zu liegen.

Zufälligerweise waren gerade Arbeiter des Haager Bauhofes unterwegs. Da sie das Unfallgeschehen beobachtet hatten, versuchten sie sofort die Frauen unter dem Fahrzeug zu befreien. Während die Helferin einfach unter dem Wagen hervorgezogen werden konnte, musste zur Bergung der Haagerin ein Radlader des Bauhofes, den die Mitarbeiter gleich alarmiert hatten, geholt werden.

Nachdem die schwerstverletzte Frau geborgen war, wurde sie vom Notarzt erstversorgt und mit dem zwischenzeitlich eingetroffenen Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die leichtverletzte Kirchdorferin (Schock und Fußverletzung) und ihr elfjähriger Sohn (Schock) wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Die unter Schock stehende Autofahrerin wurde vom Kriseninterventionsteam des BRK betreut.

Zur genauen Klärung des Unfallhergangs wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein ein Sachverständiger mit einem unfallanalytischen und -technischen Gutachten beauftragt. Die Hauptstraße war im Bereich der Unfallstelle für die Dauer der Unfallaufnahme für rund zwei Stunden gesperrt. Die Feuerwehr regelte den Verkehr. Es waren drei Rettungswagen und Notarzt, Rettungshubschrauber, Kriseninterventionsteam, Feuerwehr und Bauhof Haag mit mehreren Fahrzeug und Polizei Haag mit insgesamt rund 30 Helfern im Einsatz.

Fotos: Georg Barth 

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Ein Gedanke zu „In Haag: Frau von Auto überrollt

  1. Innerhalb kürzester Zeit ist das jetzt der zweite Unfall in Haag, bei dem Fußgänger beim Überqueren der Straße von Autos erfasst wurden. Hier stellt sich mir die Frage, ob der „bessere Weg für Haag“ tatsächlich die Verkehrssituation in Haag verbessert.
    Meiner Meinung nach muss durch die Neugestaltung der Münchener Straße vor allem der Durchgangsverkehr reduziert wird. Der Fernverkehr muss dazu erzogen werden, dass die Umgehungsstraße die schnellere Variante ist, um Richtung Rosenheim bzw Landshut zu kommen. Mit einer schmalen Münchener Straße wird der Verkehr zur Langsamkeit gezwungen und der Italien- oder Skiurlauber wird die Ortsdurchfahrt meiden. Für den Haager Bürger und die Kunden (wie ich einer bin) aus dem Umland sollte der „Zeitverlust“ verkraftbar sein. Zusätzlich vereinfacht eine schmälere Straße den Fußgängern – insbesonders den älteren- das Überqueren. Haag ist ein Einkaufsort und sollte seinen Kunden ein sicheres Einkaufen mit breiten Gehwegen und schmaler Fahrbahn ermöglichen.
    Der „bessere Weg für Haag“ soll ja das Radfahren sicherer machen, die Unfallgefahr zwischen Fußgänger und Radfahrer reduzieren, etc. Aber sind die Radfahrer wirklich das große Problem in Haag? Oder hat man den Radfahrer-Schutzstreifen nur vorgeschoben, um eine Auto und LKW gerechte Straße zu behalten? Sollte man nicht besser die Situation der Fußgänger beleuchten? Wo überqueren die Leute die Münchener Straße? Z.B. Post/Löwenapotheke, Bräuhausplatz/Jäger-Raiffeisenbank, Brunnen-Czap sind so ein paar Schlüsselstellen, die mir einfallen. Weniger Durchgangsverkehr und schmale Straße würden den Fußgängern helfen.
    Meiner Meinung haben der Markt Haag und das Rosenheimer Ingenieurbüro eine solide Planung abgeliefert. Die Bürgerinitiative „der bessere Weg für Haag“ untermauerte ihr Konzept mit einer Gutachtermeinung. Aber ganz ehrlich, wer will und gegen entsprechendes Honorar finde ich für alles einen Gutachter. Überspitzt formuliert finde ich auch einen Gutachter, der 1+1 macht 3 für richtig unterschreibt. Ich muss nur lang und weit genug suchen. Und dann am Samstag vor der Abstimmung dem Planungsbüro einen „Planungsfehler“ zu unterstellen, finde ich mehr als grenzwertig. Rechtlich wie charakterlich.
    Ich hoffe, dass diese zwei Unfälle mit leider einer Toten und einer Schwer- und Leichtverletzen in die weiteren Planungen miteinfließen, wie zB viele Überquerungsstellen, Durchgangsverkehr reduzieren, Geschwindigkeit drosseln.

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