Zugunglück: Zahl der Toten nach oben korrigiert

Schwierigste Bedingungen zur Bergung - Bürger-Telefon eingerichtet - Faschingszüge abgesagt

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unfall zugZwischen Kolbermoor und Bad Aibling sind heute gegen 7 Uhr zwei Züge von Meridian auf einer eingleisigen Strecke frontal zusammengeprallt. Es gab mindestens neun Tote und zirka 100 Verletzte. Die Polizei bestätigte diese Zahlen. Einer der Lokführer wurde getötet. Die Bahnlinie Holzkirchen–Rosenheim ist auf Höhe des Klärwerks Bad Aibling komplett gesperrt. Mehrere Waggons der Personenzüge sind entgleist. Zahlreiche Rettungskräfte aus den Landkreisen Rosenheim sowie Miesbach und sogar aus Österreich waren im Einsatz. Die Bergung zwischen einem Waldstück und der Mangfall gestaltete sich schwierig. Unsere Updates …

13 Uhr Auch der Faschingszug in Ebersberg wurde abgesagt!

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12.40 Uhr: Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sind an der Unfallstelle.

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12.00 Uhr: Bergung der Opfer ist abgeschlossen.

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11.00 Uhr: Während die Feuerwehren in den Trümmern der beiden Züge immer noch nach Opfern suchen, verlassen die ersten Rettungskräfte die Unfallstelle wieder. Auch die Rettungshubschrauber aus Österreich wurden abgezogen. Mittlerweile sind fast alle Fahrgäste gerettet. Die Polizei hat jetzt doch die Zahl von mindestens acht Toten bestätigt.

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10.28 Uhr: Neueste Meldung von der Unfallstelle: Die Feuerwehr kämpft sich immer noch mit schwerem  Gerät durch den Zug. Man befürchtet, dass noch Personen eingeklemmt sind. Die Rettungsmaßnahmen dauern mittlerweile drei Stunden an.Immer noch werden auch Verletzte aus dem Zug getragen. Unfall Ursache noch unklar. Wahrscheinlich ist einer der Züge, der hätte warten müssen, zu früh losgefahren und hat so den tragischen Unfall verursacht.

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10.25 Uhr: Das BRK meldet: „Alles, was Räder hat ist vor Ort“. Beim verheerenden Zugunglück in Bad Aibling ist das Bayerische Rote Kreuz mit allen ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften, die verfügbar sind, vor Ort – eine genaue Helferzahl ist derzeit nicht bekannt, es sind aber weit über 100. „Alles was Räder hat, ist vor Ort“, so Martin Schmidt, Kreisgeschäftsführer des BRK Kreisverband Rosenheim. Schwerpunkt ist die Behandlung und der Abtransport der verletzten Personen in die umliegenden Krankenhäuser.

Folgende BRK-Teams sind im Einsatz: Betreuung, Verpflegung, Behandlung, Transport, Wasserwacht, Technik und Sicherheit und der Einsatzleitwagen (ELW). Zusätzlich hält sich das Team der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) bereit.

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10.20 Uhr: Der Faschingszug in Rosenheim und alle Faschings-Veranstaltungen in Rosenheim sind heute wegen des Unglücks abgesagt.

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10.00 Uhr: Die Bundespolizei gibt bekannt: Bergungsarbeiten dauern deshalb so lange, da Züge ineinander verkeilt sind. Stand: 50 Schwerverletzte, 15 Schwerstverletzte, 4 Tote. Die Polizei befürchtet, dass noch Schwerverletzte im Zug sind. Auch Rettungskräfte aus Österreich da.

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9.45 Uhr: Landrat Wolfgang Berthaler, die Landtagsabgeordnete und Ministerin Ilse Aigner sind vor Ort, um sich ein Bild vom Ausmaß des Bahnunglücks zu machen.

Polizeisprecher Jürgen Thalmeier.

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9.42 Uhr: Polizeisprecher Rainer Scharf von der Bundespolizei: „Die Rettungsaktion dauert voraussichtlich noch Stunden. Die Unfallstelle befindet sich an einer schwer zugängliche Stelle. Schwerverletzte werden zunächst zum Inndamm gebracht. Dann werden sie per Hubschrauber zum Pullacher Kreisel geflogen und von dort mit Krankenwagen abtransportiert. Noch immer sind viele Verletzte in den Wagen.mit  Die Feuerwehr versucht weiterhin, Verletzte aus den Wagen zu retten. Foto oben: N24.

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9.17 Uhr: Jetzt ist klar: Man muss mit mindestens vier Toten rechnen. Die Polizei in Rosenheim hat ein Info-Telefon eingerichtet:

08031/200 31 80.

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9.09 Uhr: Mittlerweile geht die Polizei von mindestens 150 Verletzten, darunter zahlreiche Schwerverletzte, aus. Auch die Zahl der Toten muss voraussichtlich nach oben korrigiert werden, heißt es von der Unfallstelle.

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8.54 Uhr: Wasserburger Johanniter, die Wasserwacht und das BRK sind derzeit in Bad Aibling aktiv.

Da derzeit viele Kräfte des regulären Rettungsdienstes in Bad Aibling gebunden sind, haben die Johanniter und das BRK zusätzliche Rettungswagen für den nördlichen Landkreis Rosenheim in Betrieb genommen, um die rettungsdienstliche Versorgung sicherzustellen.

Zur Nachsorge für die Helfer bereiten die Johanniter einen Einsatz ihres Teams zur Stressbewältigung nach belastenden Einsätzen vor.

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8.30 Uhr: Die Wasserwacht transportiert per Rettungsboote Verletzte über die Mangfall ab.

DIE BILDER VOM UNFALLORT:

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Fotos: Andreas Fallscheer/ Aib-Stimme

Fotos: Georg Barth

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