Für den Frieden mit Kerzen in der Hand

Nach Brandanschlag: Über 300 Menschen versammeln sich vor dem Soyener Rathaus

image_pdfimage_print

1„Ich würde alles für den Frieden tun“, sagt ein junges Mädchen heute am Abend in Soyen vor dem Rathaus leise. Über 300 Menschen haben sich dort versammelt – mit brennenden Kerzen in der Hand. Lichter sollen es sein für ein friedliches Miteinander, ein Zeichen nach dem Brandanschlag auf den Container im Gewerbegebiet Richtung Lengmoos (wir berichteten), der als Unterkunft für 48 Flüchtlinge gedacht ist. Noch sind die Menschen nicht da, aber bald werden sie neue Mitbürger Soyens sein. „Dass so etwas in Soyen möglich ist, das hat uns geschockt“ – so und ähnlich beschreiben viele an diesem Abend ihre Reaktion auf den Brandanschlag.

2

Eine gute Idee des neu gegründeten Soyener Helferkreises, dieses gemeinschaftliche Zeichen für den Frieden – da waren sich alle, die gekommen waren am heutigen Abend, einig. Unter ihnen auch Soyens Bürgermeister Karl Fischberger mit einer brennenden Kerze in der Hand.

5Man kann gegen etwas sein, man kann auch demonstrieren, aber es muss doch immer friedlich sein“, sagt ein älterer Herr und zündet eine Kerze an. Gemein war das“, meint ein Bub und ist entrüstet, dass es auch noch neben einer Tankstelle passiert sei. Da hätte doch alles explodieren können, sagt er.

Ich freue mich auf die Neuen“, sagt ein anderer Bub. Vielleicht ja seien Kinder dabei. Und Angst, nein, Angst habe er keine. Auch nicht, wenn sie eine andere Hautfarbe haben werden.

3

4

 

Fotos: Renate Drax

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.