Unser Portrait: Der Johanniter-Weihnachtstrucker!

Fünftägiger Auslandseinsatz - 150 Helfer, allein 80 ehrenamtliche Lkw-Fahrer, 40 Sattelzüge

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truckerWasserburg – Jedes Jahr um die Weihnachtszeit findet mit dem Johanniter-Weihnachtstrucker eine ganz besondere, groß angelegte Hilfsaktion für notleidende Menschen in Südosteuropa statt: Von Ende November bis zum 23. Dezember spenden Schulen, Kindergärten, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen aus dem Altlandkreis und aus ganz Bayern! Päckchen mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln, die dann nach Albanien, Rumänien und Bosnien gebracht und vor Ort direkt an bedürftige Menschen verteilt werden. Unser Blick hinter die Kulissen …

Mehr als 150 Ehrenamtliche unterstützen das Projekt Jahr für Jahr in Bayern.

Die Johanniter sind die lebensrettenden Ersthelfer bei Notarzteinsätzen, pflegen liebevoll alte und sterbende Menschen, betreuen Kinder und Jugendliche und engagieren sich sowohl in der Auslandshilfe, als auch hierzulande in der Flüchtlingsbetreuung. Die Rede ist von den 16 000 hauptberuflichen und 30 000 ehrenamtlichen Mitarbeitern der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.. Der aus einem evangelischen Johanniterorden hervorgegangene Verein ist seit mehr als 60 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen aktiv und zählt mit seinen rund 1,3 Millionen Fördermitgliedern zu einer der größten Hilfsorganisationen Europas.

Der Organisationsaufwand, der hinter der Weihnachtstrucker-Aktion steckt, ist enorm, sagt Sven Aschenbrenner von den Johannitern. Bereits im Juli wird Werbematerial erstellt und nach den Sommerferien versendet sowie die Koordination der Hilfeleistungen mit den Partnern in den Zielländern geklärt.

Um die Pakete – im vergangenen Jahr waren es 51.000 – die von hilfsbereiten Spendern in den bayerischen Dienststellen der Johanniter, im bayernweiten Filialnetz des Lebensmitteldiscounters Lidl sowie bei A.T.U abgegeben werden können, rechtzeitig und vollzählig zu einem zentralen Sammelpunkt zu schaffen, packen nicht nur das Technische Hilfswerk (THW), sondern häufig auch Schüler und junge Erwachsene der Johanniter-Jugend beherzt mit an. Ohne deren Hilfe hätte man in vielen Regionen echte Probleme, alle Pakete abzuholen …

Neben alledem gilt es für die Verantwortlichen, rund 80 ehrenamtliche Lkw-Fahrer sowie bis zu 40 Sattelzüge für den rund fünftägigen Auslandseinsatz zu organisieren. Letztere werden oft großzügig von Partnerfirmen zur Verfügung gestellt. Vier Konvoi-Leiter koordinieren die Abholung an den Sammelstellen und Verteilung der Päckchen auf die Fahrzeuge, planen die Reiserouten der Lkw, kümmern sich um die teils notwendige Buchung von Fähren sowie um Zollpapiere und Fahrverbote.

Zudem heißt es, die gemeinsame Abfahrt der Konvois zu planen (auch hier leistet das THW wertvolle Hilfe), wenn diese am zweiten Weihnachtsfeiertag von ihrem gemeinsamen Sammelpunkt in Landshut aus in ihre Zielländer starten.

Dort angekommen können sie auf die Unterstützung zahlreicher zuverlässiger und langjähriger Partner zählen. Dazu gehören kommunale Verwaltungen, Pfarrgemeinden, befreundete Hilfsorganisationen wie die Malteser oder Pax Christi, sowie private Initiativen vor Ort. Sie alle arbeiten Hand in Hand mit den Johannitern an einer geordneten, gerechten und schnellen Verteilung der Hilfspakete – damit diese genau dorthin gelangen, wo sie dringend benötigt werden.

Die Weihnachtstrucker-Aktion ist nicht das einzige Auslands-Projekt der Johanniter und ihrer ehrenamtlichen Helfer: In mehr als 20 Staaten dieser Erde leisten diese Katastrophenhilfe und -vorsorge für die Opfer von Armut, Krieg und Naturkatastrophen.

Das gesamte nationale und internationale Angebot der ehrenamtlichen Tätigkeiten finden Interessierte im Netz unter www.johanniter.de/ehrenamt/.

Informationen zum Inhalt der Weihnachtstrucker-Päckchen und den einzelnen Sammelstellen sowie zu weiteren Spendenmöglichkeiten gibt es außerdem unter www.johanniter-weihnachtstrucker.de.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist seit 2004 Träger des DZI-Spenden-Siegels und hat sich im Sinne von Zuverlässigkeit, Qualitätsbewusstsein und der Transparenz verschiedenen Initiativen zur freiwilligen Selbstkontrolle angeschlossen.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens und engagiert sich seit mehr als 60 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen. Mit mehr als 14 000 Beschäftigten, rund 30 000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und über 1,4 Millionen Fördermitgliedern zählt der gemeinnützige Verein mittlerweile zu einer der größten Hilfsorganisationen in Europa. Zu den Aufgabenfeldern der Johanniter-Unfall-Hilfe zählen unter anderem Erste Hilfe, Sanitäts- und Rettungsdienst, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen. International leistet der Verein humanitäre Hilfe bei Hunger- und Naturkatastrophen.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit knapp 300 Regional-, Kreis- und Ortsverbänden im gesamten Bundesgebiet vertreten. Mehr Informationen zu den Johannitern in Bayern findet man  unter www.johanniter.de/bayern.

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