Wetter: Kein Wintereinbruch in Sicht

Meteorologen: November war der wärmste aller Zeiten - Und so geht es weiter

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001   Aquaplaningwetter_200Heute endet der November. Nach den Aufzeichnungen des Wetterportals wetter.net ist es der wärmste November, der bisher registriert worden ist. Zudem war der Monat um 20 Prozent zu nass, aber auch gleichzeitig um 20 Prozent zu sonnig – kurios! In der vergangenen Nacht gab es zudem noch mal mächtig viel Wind. Orkantief Nils bracht in Norddeutschland Orkanböen bis 120 km/h. Es kam zu Schäden und Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr. Auch in der Mitte gab es zum Teil schwere Sturmböen. Wie es weitergeht:

„Morgen startet der meteorologische Winter und das Wetter ist alles andere als winterlich. Wir erwarten schon heute Nachmittag und Abend das nächste Sturmtief. In der Mitte und im Süden fällt weiterhin heftiger Regen. Hier müssen wir uns auf steigende Flusspegel einstellen. Morgen liegen die Höchstwerte bei 8 bis frühlingshaften 14 Grad. Vom Winter ist weit und breit nichts zu sehen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Der US-Wetterdienst NOAA hatte bereits Ende September die Wahrscheinlichkeit für einen zu milden Winter in Europa am höchsten eingeschätzt. Wetter.net und Dominik Jung hatten darüber Ende September berichtet. Auch der aktuelle Wintertrend von NOAA bleibt dabei: es steht uns angeblich ein milder und nasser Winter bevor. Nachfolgend der Trend für den Dezember. Auch dieser Monat soll demnach deutlich wärmer als üblich ausfallen- und das fast überall in Europa.

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Dezember könnte europaweite zum Teil deutlich zu warm ausfallen, in Russland sogar um 4 Grad wärmer als normal, Quelle: US-Wetterdienst NOAA.

Der Auftakt in den meteorologischen Dezember verläuft sehr mild. Und auch die gesamte Woche bis zum 2. Advent bleibt deutlich zu warm. „In den Medien war im Oktober das Gespenst eines Jahrtausendwinters mit viel Eis und Schnee unterwegs. Doch davon ist nach aktuellem Stand bis Monatsmitte weit und breit nichts in Sicht. Ganz im Gegenteil. Es bleibt für die Jahreszeit deutlich zu mild“, erklärt Wetterexperte Dominik Jung.

So geht es in den nächsten Tagen weiter:

Dienstag: 8 bis 14 Grad, immer wieder Regen und sehr windig

Mittwoch: Wetterberuhigung, 8 bis 13 Grad, im Nordosten bedeckt und trocken, im Süden ab und zu Sonnenschein

Donnerstag: 8 bis 12 Grad, mal Sonne, mal Wolken und trocken

Freitag: bei 7 bis 11 Grad zieht aus Nordwesten neuer kräftiger Regen durch

Samstag: 6 bis 10 Grad, ruhiges Hochdruckwetter, zeitweise Sonnenschein, aber auch vielfach Nebel, Dunst oder Hochnebel

Sonntag (2. Advent/Nikolaus): kein Winterfeeling in Sicht, 6 bis 10 Grad, ab und zu Sonnenschein und trocken

Montag: 6 bis 11 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, trocken

Dienstag: 7 bis 12 Grad, vom Winter fehlt weiterhin jede Spur, immer wieder kommt die Sonne zum Vorschein, es ist meist trocken

Bild oben: Mike Pfitzmaier

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