Paukenschlag bei den Löwen

Zwei wichtige Spieler verlassen den EHC Waldkraiburg

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ehcbVor dem Heimspiel gegen den ESV Buchloe am Freitag um 19.45 Uhr und der Auswärtspartie zwei Tage später in Pegnitz (Beginn: 17.30 Uhr) hat sich beim EHC Waldkraiburg viel getan. Positiv ist das geplante Comeback von Kontingentspieler Jakub Marek, der einen Monat verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammt war. Doch stehen zwei andere Spieler nicht mehr im Kader der „Löwen“.

EHC-Coach Rainer Zerwesz musste den Schock noch etwas verdauen, denn ab sofort muss er ohne Verteidiger Christian Mitternacht und ohne Stürmer Timo Borrmann die Saison bestreiten. „Das ist natürlich ein echter Schlag für uns, zumal Michael Trox ja noch lange verletzt ist und vor Januar nicht zurückkehren wird. Jetzt haben wir zwar nur noch wenige Verletzte, aber die Personalsituation ist wieder angespannt,“ erklärte Zerwesz.

Christan Mitternacht hat den Verantwortlichen mitgeteilt, dass er aus beruflichen und privaten Gründen es zeitlich nicht mehr hinkriegt, Bayernliga-Eishockey zu spielen. Aus beruflichen Gründen hat auch der derzeit verletzte Timo Borrmann um die Auflösung seines Vertrages gebeten. „Als Timo im Sommer bei uns unterschrieben hat, war leider noch nicht abzusehen, dass er in München arbeiten wird und deshalb meist nur einmal pro Woche trainieren kann. Das ist dann schon verständlich, denn der Job geht in der Bayernliga klar vor und auch die Familie ist wichtiger, wie im Fall von Christian Mitternacht. Ich möchte mich aber bedanken, dass sie bei uns waren, auch für die Leistung, die sie gebracht haben und wünsche beiden natürlich alles Gute“, so Rainer Zerwesz weiter.

Durch den Abgang von Mitternacht, der schon eine Stütze der EHC-Defensive darstellte, ist die Verteidigung wieder die Problemzone der „Löwen“. „Wir haben jetzt eigentlich nur fünf Verteidiger und Peter Richter, mit dem ausgemacht war, dass er eigentlich nur im Notfall einspringen muss. Diese Situation ist natürlich alles andere als optimal“, weiß auch Trainer Zerwesz. In der Defensive besteht in der Wintertransferperiode also akut Handlungsbedarf, in der Offensive gibt es jedoch – ausnahmsweise möchte man fast meinen – positive Nachrichten zu vermelden. So wird der tschechische Kontingentspieler Jakub Marek an diesem Wochenende sein Comeback geben können.

„Es ist ziemlich sicher, dass Jakub wieder spielen wird – außer es passiert in der Woche noch etwas. Doch er hat die letzten Wochen gut gearbeitet und ich freue mich, dass er wieder dabei ist. Nach vier Wochen Pause müssen wir aber trotzdem versuchen, ihn langsam wieder aufzubauen“, erklärte Rainer Zerwesz. Der 24-Jährige hatte sich zu Beginn der Spielzeit eine komplexe Muskelverletzung zugezogen und konnte seit einem Monat nicht mehr in den Bayernligaspielen mitwirken. Erst in den letzten Tagen konnte er wieder mit dem Team trainieren.

Marek wird mit seinen kämpferischen Qualitäten auch gebraucht, denn bekanntlich sorgt er nicht nur vor dem gegnerischen Tor für Alarm, sondern scheut sich auch nicht, in der Defensive auszuhelfen. Mit Buchloe und Pegnitz warten auf die „Löwen“ am Wochenende ohnehin zwei unangenehme Aufgaben: Der Tabellenelfte Buchloe, der am Freitagabend in der Industriestadt vorspielt, gewann gegen den EHC am zweiten Spieltag mit 6:2 und ist auch trotz der jüngsten drei Pleiten in Folge nicht zu unterschätzen.

Norbert Zabels Team lag den Waldkraiburger noch nie so wirklich. In Pegnitz steht am Sonntag dann wieder Eishockey unter freiem Himmel auf dem Programm und das kann viel bedeuten. Am letzten Wochenende wurde das Spiel der Pegnitzer gegen Memmingen beim Stand von 2:0 für die „Indians“ wegen Schneefalls abgebrochen, zuvor war Pegnitz fünf Spiele in Folge erfolgreich. Drei Mal davon gewann man auf eigenem Eis, unter anderem gegen den starken TSV Peißenberg- mit den Bedingungen gilt es also erst einmal klar zu kommen, auch wenn die „Löwen“ zuletzt auch in Geretsried schon ein Freiluft-Erlebnis hatten. ehcb

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