Sicherheit im zunehmend vernetzten Leben?

Polizei: Zugriff auf offenes WLAN nur für die Hälfte der Bürger von Bedeutung

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Knopf an drckenWelche Sicherheitsempfehlungen setzen Internetnutzer um? Können Internetnutzer eine mögliche Straftat im Internet erkennen und wie handeln sie in solchen Situationen? Das fragte die Polizei bundesweit bei einer Online-Umfrage die Besucher ihrer Webseiten. Ziel der Umfrage war zu erfahren, wie kompetent die Bürger mit den Gefahren des digitalen Alltags umgehen. Das Ergebnis zeigt, dass die Internetnutzer zwar über aktuelle Sicherheitsprobleme informiert werden wollen. Eigene Erfahrungen mit Cyberkriminalität hatte schon jeder Dritte …

Die Online-Umfrage zeigt, so das Polizeipräsidium Rosenheim heute am Donnerstagvormittag, dass Sicherheit bei der Internetnutzung für einen Großteil der Befragten eine entscheidende Rolle spielt: Sie schützen sich bei der Kommunikation (80,22%), bei Downloads (85,32%) oder beim Online-Banking (86,08%).

Dagegen ist Sicherheit beim Zugriff auf offenes WLAN nur für knapp jeden zweiten Befragten von besonderer Bedeutung, obwohl gerade dann mit persönlichen Daten besonders vorsichtig umgegangen werden sollte.

Um sich und die eigene IT zu schützen, nutzen über 90 Prozent der Befragten aktuelle Antivirenprogramme und eine Firewall, knapp 90 Prozent achten auf eine sichere Verbindung bei der Datenübertragung.

565 Befragte von insgesamt 1724 Teilnehmern an der Umfrage sagen aus, dass sie bereits Opfer von Internetkriminalität geworden sind. Alarmierend ist aber, dass 744 Personen sich nicht sicher sind, ob sie bereits von Internetkriminalität betroffen waren.

„Dies ist ein deutliches Signal dafür, dass die Menschen konsequente Informationen über Cybercrime brauchen. Bislang setzen nur etwas mehr als die Hälfte aktuelle Sicherheitsempfehlungen sofort um“, sagt Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Wir als Polizei arbeiten mit unserer Präventionsarbeit noch stärker daran, dass sich Opfer von Internetkriminalität an uns wenden – so können wir unsere Aufklärungsarbeit verbessern und mehr für den Schutz der Bürger tun.“

„Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass IT-Sicherheit und die Sicherheit der eigenen Daten für die Nutzer zunehmend wichtiger werden“, sagt Michael Hange, Präsident des BSI. „Antivirenprogramme oder ein automatisches Update-Management sind fest bei den Nutzern etabliert, andere Schutzmaßnahmen wie der Internetzugriff ohne Administratorrechte oder die verschlüsselte E-Mail-Kommunikation werden eher selten umgesetzt. Hier können wir ansetzen, um das Schutzniveau im Internet weiter anzuheben.“

Ergebnisse aus der Online-Umfrage der Polizei und des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im Überblick

  • 1724 Teilnehmer (männlich: 79,4 %, weiblich: 20,6%)
  • 51,4% setzen aktuelle Sicherheitsempfehlungen sofort um, bei weiteren 20% laufen Updates automatisch über das System.
  • 860 Befragte könnten eine mögliche Straftat im Internet erkennen.
  • Von den 565 Personen, die Opfer von Internetkriminalität geworden sind, haben sich nur 15, 6% an die Polizei gewandt.

Die Online-Umfrage anlässlich des Europäischen Monats der Cyber-Sicherheit im Oktober sollte die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren – und zu einem verbesserten Informationsangebot der beiden Partner beitragen

Profil Programm Polizeiliche Kriminalprävention

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und andere Einrichtungen z.B. Schulen in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.

Profil Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist der zentrale IT-Sicherheitsdienstleister der Bundesregierung. In dieser Funktion gestaltet das BSI die IT-Sicherheit in der Bundesverwaltung operativ mit. Als neutrale und unabhängige Stelle befasst sich das BSI mit allen Fragen zur IT-Sicherheit in der Informationsgesellschaft. Insbesondere die Sensibilisierung und Aufklärung von Bürgern, die Kooperation mit der Wirtschaft und Wissenschaft bilden hierbei Arbeitsschwerpunkte. Ziel der Arbeit ist der sichere Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik in unserer Gesellschaft.

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