Haag: Keine Flüchtlinge in Turnhallen

Landratsamt und Gemeinde streben private Unterbringung an

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BrandNach einem Artikel in einer regionalen Zeitung sind viele Haager Bürger verunsichert. Darin wird berichtet, dass in Zukunft Flüchtlinge in den Schulturnhallen der Marktgemeinde untergebracht werden könnten. Inzwischen stellen sich einige Eltern schon die Frage, wie denn der Schulsport in Zukunft aussehen könnte. Doch aus dem Landratsamt heißt es: Momentan gibt es keine Pläne, die Haager Turnhallen als Flüchtlingsunterkünfte zu nutzen. Stattdessen sollen 30 Menschen in einem Haus in Brand wohnen…

 

 

 

Es sei das Bestreben des Landratsamtes und auch der Gemeinde Haag, Flüchtlinge in erster Linie in privaten und auch öffentlichen Möglichkeiten unterzubringen, ohne zum Beispiel die Haager Turnhallen dafür belegen zu müssen, so Bürgermeisterin Sissi Schätz auf Anfrage der Haager Stimme.

 

Auch aus dem Landratsamt kommen Worte, die für viele Haager Bürger beruhigend sein dürften: „Es gibt keine Pläne, die Turnhallen in Haag für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen. Nur im äußersten Notfall könnte das der Fall sein. Unser Bestreben ist es, das zu verhindern und momentan gelingt das auch gut“, heißt es aus dem Landratsamt Mühldorf.

 

„Gerade wegen der laufenden Diskussion haben wir als Gemeinde mit dem Beschluss im Bauausschuss letzte Woche unser Einvernehmen für ein privates Objekt (Brand 1) erteilt, in dem künftig zirka 30 Flüchtlinge Platz finden können. Weitere Möglichkeiten sind noch in der Prüfung – zum Beispiel das von Herrn Jäger junior angebotene Grundstück im Gewerbegebiet als Containerstandplatz“, so Sissi Schätz. Solange in der Gemeinde also noch Wohnungen, Häuser und Grundstücke für die Unterbringung der Menschen auf der Flucht zur Verfügung gestellt werden, wird dieser „Notfall“ nicht eintreffen und die Turnhallen werden frei bleiben.

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