„Igelfalle“: Gelber Sack

Naturschutzbehörde bittet die Bürger um Mithilfe - Tipps zum Schutz der Tiere

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k-GelberSackDer verführerische Duft von Katzen- und Hundefutter sowie Lebensmittelresten in Plastikbechern zieht Igel bei ihrer Nahrungssuche magisch zu den Gelben Säcken. Im Herbst ist die Suche nach Nahrung besonders intensiv, da die Tiere für den bevorstehenden Winterschlaf Fettpolster ansetzen müssen. Mit ihren kräftigen Krallen können sie ohne Probleme den Sack aufreißen, um an die Lebensmittelreste zu kommen. Oft geraten die Igel dabei in die Falle – so kann den Tieren geholfen werden…

„Mit der Schnauze stöbern sie im Gelben Sack – und geraten prompt in die Falle“, so Maria Rabenbauer von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Mühldorf. „Die Stacheln der Igel wirken wie Widerhaken und spreizen sich zum Beispiel an den Rändern der offenen Konservendosen ein. Die Tiere können sich oft nicht mehr selbst aus den Gefäßen befreien und irren orientierungslos umher. Oftmals finden sie auch einfach den Weg nicht mehr aus dem Gelben Sack und werden zusammen mit dem Müll entsorgt“, so Rabenbauer weiter.

Dabei gibt es ganz einfache Maßnahmen, um Igel vor diesem grausamen Tod zu schützen. Zum einen sollten die Gelben Säcke erst am Morgen der Abholung bereit gelegt werden. So haben die nachtaktiven Igel kaum die Zeit und Möglichkeit, die Gelben Säcke zu „plündern“. Besser noch wäre, die Gelben Säcke zum Beispiel auf einer umgekehrten, leeren Getränkekiste zur Abholung bereit zu stellen oder auch an den Gartenzaun zu hängen. Befindet sich der Gelbe Sack zirka 50 cm über dem Erdboden, ist er für einen Igel unerreichbar und kann damit auch nicht zur tödlichen Falle werden. „Diese einfachen und kostenlosen Maßnahmen, die bei jedem zu Hause problemlos möglich sind, sollten uns der Schutz unserer Igelpopulation wirklich wert sein“, bittet Maria Rabenbauer die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises um ihre Mithilfe.

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