Heiße Phase für die „Löwen“

EHC Waldkraiburg: Nächstes Testspiel gegen Miesbach am Freitag

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EHC Waldkraiburg Logo Loewen FINALAm Freitag geht um 19:45 Uhr die heiße Vorbereitungszeit für die „Löwen“ aus der Industriestadt weiter. Zum dritten Test erwartet das Team von Trainer Rainer Zerwesz mit dem TEV Miesbach einen der Favoriten auf die Meisterschaft in Waldkraiburg. Zwei Tage später geht es zu Landesligist Dingolfing, der nach guten Verpflichtungen in seiner Spielklasse ebenfalls als Titelanwärter gilt.

„Das werden wieder gute Testspiele für uns, denn sowohl Dingolfing, als auch Miesbach haben viel Qualität in ihrem Kader“, weiß EHC-Coach Zerwesz vor den beiden Partien von den Gegnern zu berichten. „Wir selbst sind dann auch schon eine Woche mehr auf dem Eis gewesen, darum erwarte ich mir da schon wichtige Erkenntnisse“, so der 46-Jährige weiter. Bereits in der letzten Spielzeit, in welcher der TEV im Viertelfinale am späteren Meister Lindau scheiterte, zählten die Miesbacher zu den heißen Anwärtern auf den Titel im bayerischen Eishockeyoberhaus und auch in dieser Saison ist das gewiss nicht anders.

Die starke Defensive um die Routiniers Peter Kathan und Daniel Hilpert bekam mit Marinus Kritzenberger von Zweitligist Rosenheim einen weiteren guten Zugang, im Angriff verstärkte man sich mit dem ehemaligen Waldkraiburger Thomas Gabler, der in der Vorsaison in Pfaffenhofen mit 18 Toren und 11 Vorlagen zu den verlässlichsten Scorern zählte. In Sachen Kontingentspieler gab es bei den Miesbachern aber bereits im Sommer einen üblen Dämpfer: Ursprünglich wurde der kanadische Stürmer Travis Ouelette verpflichtet, dieser überlegte es sich aber trotz Zusage kurz vor Beginn des Eistrainings anders und heuerte beim polnischen Erstligisten KH Sanok. Eine bittere Pille, die Miesbachs sportlicher Leiter Stefan Moser da zu schlucken hatte, denn offensichtlich spielten ihm hier zwei unterschiedliche Spielervermittler übel mit, von denen einer den Kanadier weiterhin auf dem Markt feil bot. Inzwischen haben sie beim TEV aber wie es scheint einen Ersatz gefunden: In den bisherigen Testspielen der Miesbacher gegen Deggendorf (3:7 und 3:4 nach Penalty-Schießen) kam mit Nick Sandor ein anderer Kanadier zum Einsatz, der einen guten Eindruck hinterließ. Auf der Trainerposition gab es ebenfalls eine Veränderung: John Samanski, der beim ESC Dorfen vor wenigen Jahren eine starke Truppe aufbaute und zuletzt bei den Erdinger „Gladiators“ an der Bande stand, ist der neue Mann an der Bande des TEV. Ein Top-Trainer, der die Oberländler sicherlich nochmals weiterentwickeln wird.

Zu einem Anwärter auf den Titel in der Landesliga haben sich auch die Dingolfinger „Isar Rats“ entwickelt, bei denen die „Löwen“ am Sonntag um 17 Uhr antreten werden. In der Vorsaison „nur“ auf Platz sieben der Gruppe Nord-Ost, hat Dingolfing im Sommer mit starken Verpflichtungen auf sich aufmerksam gemacht. Spielertrainer der Niederbayern ist ab sofort Thomas Vogl, der die letzten beiden Jahre in Dorfen unter Vertrag stand und jetzt die starke Defensive der „Isar Rats“ anführt. Von Zweiligist Landshut kam Verteidiger Florian Müller (3 Spiele/ 0 Tore/ 1 Vorlage), aus Vilshofen der Oberligaerfahrene Philipp Weinzierl (28 /9/17). Mit den Angreifern Dominic Koß (32 Spiele/ 10 Tore/ 5 Vorlagen) und Alexander Eberl (25/2/6) wurden zwei weitere ehemalige Dorfener verpflichtet,  aus Moosburg holte man Tobias Gilg (17/ 8/10). Mit Passau und Bad Aibling hat Dingolfing in der ab diesem Jahr dreigeteilten Landesliga zwar starke Konkurrenz, dennoch dürfen die „Nager von der Isar“ ohne Zweifel zu den Topteams ihrer Liga gezählt werden und dementsprechend ein starker Testgegner für den EHC sein.

Bei dem steht hinter dem Einsatz von Lukas Wagner noch ein großes Fragezeichen. Der Stürmer verletzte sich am vorigen Wochenende und Coach Rainer Zerwesz will bei ihm wenige Wochen vor dem Saisonstart kein Risiko eingehen. Timo Borrmann wird dagegen noch länger fehlen, da sich die Befürchtungen bestätigt haben und er sich gegen Weiden einen Rippenbruch zugezogen hat. Doch dürfte das Favoriten-Doppel für die Eishockeyfans in der Industriestadt auch ohne die beiden ein sehenswerter Leckerbissen sein.

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