1.800 Flüchtlinge bis Ende des Jahres

Landrat Georg Huber: „Wir brauchen jetzt die Hilfe von allen Gemeinden!“

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Georg HuberUm die aktuelle Flüchtlings-Situation im Landkreis Mühldorf ging es heute Nachmittag bei einer Informationsveranstaltung im Landratsamt. Im Mittelpunkt standen die Asyl-Sozialberatung und die Integration der Flüchtlinge. Im Landkreis Mühldorf sind aktuell insgesamt 950 Flüchtlinge untergebracht, bis zum Ende des Jahres  sollen es insgesamt nun 1.800 sein. Um diese Herausforderung gut bewältigen zu können, fordert Landrat Georg Huber die Gemeinden, die sozialen Einrichtungen, vor allem auch die Kirchen und alle Bürger zu einer engen Zusammenarbeit auf.

„Ich bitte alle Gemeinden, hier mitzuwirken, dass wir diese Aufgabe auf allen Schultern gemeinsam und gleichwertig verteilt umsetzen können. Das Landratsamt ist verpflichtet, den Gemeinden auch zu helfen und wir tun das nach bestem Wissen und Gewissen“, so Landrat Georg Huber nachdrücklich.

Auch aus den kirchlichen Gemeinden erwartet sich Huber noch mehr Unterstützung: „Nächstenliebe muss nicht nur gelebt, sondern auch umgesetzt werden. Davon zu sprechen, hilft niemandem.“

Im Landkreis Mühldorf ist es bisher gut gelungen, Flüchtlinge in dezentralen Unterkünften und nicht in großen Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen. Von aktuell 950 Asylbewerbern lebt aktuell knapp über die Hälfte in dezentralen Unterkünften. Sieben Menschen im Landkreis sind sogar in privaten Wohnungen untergebracht.

Eine große Herausforderung stellt die soziale Betreuung der Flüchtlinge dar. Dabei geht es nicht nur um Deutsch-, und Schwimmkurse oder Verkehrsschulungen, sondern auch um eine sinnvolle Freizeitgestaltung und die Berufsfindung. Dafür stellten die Asyl-Verantwortlichen des Landratsamtes Mühldorf heute einen Entwurf für eine funktionierende Asylsozialarbeit und Integration im Landkreis Mühldorf vor. Das Fundament dabei bildet das ehrenamtliche Engagement der einzelnen Vereine, Sozialer Organisationen, der Pfarreien, der Polizei und ganz besonders der Bürgerinnen und Bürger.

Georg Huber ist sich sicher, dass die Aufgabe „Asyl“ gemeinsam gut zu meistern ist. „Wir haben es geschafft, durch die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, hier einen Weg einzuschlagen, der der Bevölkerung signalisiert, wir werden mit dem Thema zukunftsorientiert umgehen und die Aufgabe in den Griff bekommen“, so der Landrat.

 

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