Zu Gast bei den Grampfhennan

Am 20. September: „Grampfhennangschnoder“ bei Zeilingers Wiesn-Alm - Unser Interview

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grampfhennaBei den Grampfhennan, den Mädls der Kabarett- und Musikgruppe „Grampfhennangschnoder“ ist der Name Programm. Aber ned aufgsetzt, sondern ganz natürlich und sympatisch. Wahrscheinlich liegt das daran, dass Leni, Anna und Maria (unser Foto; von links nach rechts) sich relativ spontan zusammengetan haben und das Ziel, berühmt zu werden, ganz einfach nicht verfolgen. Aber von Anfang an…

Anna und die Schwestern Maria und Leni kennen sich seit sie Kinder sind. Aufgewachsen sind sie Haus an Haus in Edling – ihre Mütter waren (und sind) beste Freundinnen. Obwohl Anna ungefähr zehn Jahre älter ist als die beiden Schwestern, haben sie sich immer gut verstanden. „Die Eltern von der Leni und der Maria haben den beiden damals gesagt, sie sollen nicht so oft zu mir rüber kommen, weil sie gedacht haben sie nerven mich. Das war aber gar nicht so“, erzählt die 34-Jährige.

Sind die einen umgezogen, sind die anderen hinterher. So konnten die drei „Grampfhennan“ eigentlich immer zusammen bleiben. Für den Geburtstag der Mama haben Maria und Leni dann ein Musikstück einstudiert. Anna hatte damals schon die Idee, gemeinsam mit den beiden Schwestern etwas aufzuziehen. Nachdem die Mädels dann noch einmal darüber redeten, ließ Anna der Gedanke nicht mehr los. Am nächsten Tag haben sie die Kabarett- und Musikgruppe „Grampfhennangschnoder“ gegründet. Das war im Frühling 2013. Der Name ist Anna übrigens über Nacht eingefallen.

K Grampfhenna 1Ein ganzes Jahr lang haben Anna, Leni und Maria dann geprobt – bei Anna Zuhause. Den Proberaum hat sich eigentlich Andi, Annas Mann und Manager der Grampfhennan, eingerichtet. „Wir haben uns den unter den Nagel gerissen. Ab und zu kriegen wir dann auch wieder Anweisungen, dass wir aufräumen sollen“, erzählen die Drei. Andi ist richtig stolz auf die Mädls. „Das man mit so wenig Talent, so etwas auf die Bühne bringen kann, ist schon der Wahnsinn“, scherzt er. Aber ein Funken Wahrheit ist schon dran – dass sie perfekt wären, behaupten Anna, Maria und Leni ganz und gar nicht. „Ich glaub unser Manko ist gleichzeitig auch unsere Stärke. Da sind schon mal ein paar schiefe Töne dabei“, erzählt Anna. „Mit dem Takt hab ich so meine Probleme“, fügt Leni hinzu. „Da sehen die Leute, dass man nicht perfekt sein muss, um sowas auf die Bühne zu bringen“, so Anna weiter. Eine Besonderheit, die dem Publikum am meisten gefällt, sei wohl das Alltagsbezogene. „Zum Beispiel unser Tupper-Lied. Die Frauen, die schon mal auf so einer Verkaufsparty waren, wissen genau wovon wir da erzählen. Oder das Ikea-Lied, da kann jeder mitreden“, meint Leni. „Wir nehmen uns da selber auf die Schippe. Wir verarschen nicht das Publikum, sondern eher uns selber, aber viele fühlen sich davon dann direkt angesprochen“, sagt Maria.

Das wichtigste sei, dass bei den Auftritten ihr Manager, Annas Mann, mit dabei sei. „Wenn der nicht dabei ist, bricht das Chaos aus. Den brauchen wir einfach, um einen stabilen Rahmen zu gewährleisten“, sagt Maria. „Einmal war der Andi bei einem Konzert nicht dabei. Da haben wir uns total verratscht und übersehen, dass wir schon dran sind. Ich hab dann mein Kleid nicht mehr gefunden und bin ohne Schuhe durchs Publikum gehetzt und hab´s gesucht. Kurz vor knapp haben es die Mädls dann doch noch gefunden und wir sind schnell, schnell auf die Bühne“, erinnert sich Anna.

K Grampfhenna 2Eine steilere Bühnenkarriere als die Grampfhennan kann man wohl nicht hinlegen. Seit April 2014 geben sie Konzerte, das erste in der Landwirtschaft in Staudham. Und seitdem sind die Konzerte der Grampfhennan bis auf die letzte Karte ausverkauft. Und die Rede ist nicht von kleinen Bühnen, sondern Sälen mit durchschnittlich 300 Gästen. Im September stehen die Drei vor einem neuen Rekord: Zeilingers Wiesn-Alm auf dem Haager Herbstfest voll zu bekommen. Das sind 750 mögliche Plätze. „Das Haager Herbstfest ist einfach sympatisch. Da gibt es immer unterschiedliche Musik zu unterschiedlichen Stimmungen, das ist richtig schön“, sind sich die Drei einig. Die Hälfte der Karten für den Auftritt in Zeilingers Wiesn-alm ist bereits verkauft – wer das Gschnoder der drei Grampfhennan also Live erleben möchte, sollte sich schnellstmöglich eine Karte zulegen. Die gibt´s bei der Raiffeisenbank in Haag oder beim Foto Flamm.

 

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