Münchener Straße: Alles ist offen

Bürgerbegehren: Sissi Schätz und die AG „Der bessere Weg für Haag“ nehmen Stellung

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Sissi Schaetz Muenchner Strasse QuadratischDas Bürgerbegehren in Haag – es läuft. Seit dieser Woche liegen Unterschriftenlisten der Aktionsgemeinschaft „Der bessere Weg für Haag“ im Ort aus  (wir berichteten). Das Bündnis fordert verschiedene Änderungen der Umbaupläne für die Münchener Straße. 500 Unterschriften sind für die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens notwendig. Sowohl Bürgermeisterin Sissi Schätz, als auch die Initiatoren des Bürgerbegehrens, nehmen jetzt Stellung zu diesem Thema…

 

Eigentlich sollten die Bagger in der Münchener Straße schon anrollen. Die endgültigen Pläne für die Umbauarbeiten stehen seit Anfang 2015. Die ursprüngliche Planung sah eine Fahrbahnbreite von sechs Metern vor. „Die Planung wurde den Bürgern zweimal vorgestellt. Einmal in einer Anlieger- und einmal in einer öffentlichen Bürgerversammlung. Danach nahm die Gemeinde verschiedene Änderungen an den Bauplänen vor“, so Bürgermeisterin Sissi Schätz gegenüber der Haager Stimme. Die grobe Planung für die Münchener Straße: Eine 6,30 Meter breite Fahrbahn und ein 2,50 Meter breiter Gehweg, den sich die Fußgänger mit den Radfahrern teilen sollen.

Flyer Arbeigsgemeinschaft Muenchner Strasse

Doch mit diesem Vorgehen sind einige Betroffene nicht einverstanden. Die Arbeitsgemeinschaft „Der bessere Weg für Haag“ kritisiert, dass den Bürgern von Anfang an immer nur eine Streckenvariante vorgestellt worden sei. Bürgerbeteiligung sieht für die AG anders aus: „Bereits im Dezember 2014 haben wir die Gemeindeleitung über die meisten unserer Bedenken informiert. Kleine Änderungen konnten zwar erwirkt werden, aber die grundsätzliche Linie wurde nie angetastet“, heißt es von deren Seite.

Ende Juni hatte die Arbeitsgemeinschaft dann einen Bürgerantrag bei der Gemeinde eingereicht. Darin forderten die Verantwortlichen den Vergleich der aktuellen Planung mit einer Lösung mit Schutzstreifen für Radfahrer. Durch einen Probebetrieb sollten die Unterschiede der beiden Konzepte für die Bürger realistisch dargestellt werden. Die AG sieht in den aktuellen Plänen der Gemeinde die Radfahrer als klare Verlierer. „Zwar sollen die Gehwege teilweise für die Radler freigegeben werden, aber dort dürfen sie nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Gegebenenfalls müssen die Radfahrer absteigen und schieben. Das Fahren auf der schmalen Straße stellt dazu keine sichere Alternative dar“, heißt es in einer Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft.

Muenchner Strasse

Eine bessere Lösung und mehr Sicherheit für Radfahrer sieht das Bündnis in der Anbringung von Schutzstreifen. Sissi Schätz: „Der Vorschlag mit den Schutzstreifen ist im Gemeinderat diskutiert worden. Der Gemeinderat ist unser oberstes Gremium und die Mehrheit hat sich für diese Planung entschieden.“

Die aktuellen Pläne für die Münchner Straße sehen keine Abbiegespur an der Rainbachstraße vor. Die Arbeitsgemeinschaft „Der bessere Weg für Haag“ befürchtet, dass das zu Unfallgefahr und Stau führen könnte. Auch hier verweist die Bürgermeisterin auf die Entscheidung des Gemeinderates: „Ich wäre auch für den Erhalt der Abbiegespur gewesen, aber der Gemeinderat hat es eben abgelehnt.“

Während das Bürgerbegehren in Haag läuft, prüft ein Ingenieurbüro gleichzeitig die Kosten für einen Probebetrieb, den die Aktionsgemeinschaft in ihrem Bürgerantrag von Mai fordert.

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