Von „Klaus“ zu „Klaus“

Von Kirchdorf nach St. Wolfgang: Zwei Dörfer. Zwei Kilometer. Ein Name!

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Klaus 1Um Haag gibt es viele Dörfer und Weiler mit ungewöhnlichen Namen. Ein, nein eigentlich zwei Dörfer, fallen da besonders auf und lösen bei manch einem, der auf dem Weg von Kirchdorf nach St. Wolfgang ist, ein Déjà-vu aus. Wenn man nämlich einen kleinen Umweg über Stilln und Osen fährt, kommt man bereits an dem ersten Weiler mit ungewöhnlichem Namen vorbei. Eigentlich ist es nur ein Haus: mit dem Namen „Klaus“. Der Name an sich ist schon ganz amüsant. Wenn man aber noch weiter fährt …

… an „Holznachbarn“ und dem Betreuungszentrum St. Wolfgang vorbei, kommt man … erneut nach „Klaus“

„Klaus“ und „Klaus“ liegen knapp zweieinhalb Kilometer Luftlinie voneinander entfernt, gehören aber verschiedenen Gemeinden und sogar verschiedenen Landkreisen an. Gasthaus KlausFranziska Föstl vom „Gashaus Klaus“ weiß, woher das Dorf in der Gemeinde St. Wolfgang seinen Namen hat. In diesem Fall kommt es vom Klausner, einem Einsiedler. So einer lebte eben auch in St. Wolfgang.

Zum Klausner von St. Wolfgang gibt es sogar eine Sage. An der Stelle einer kleinen Kapelle, die seit 1805 und auch heute noch in Klaus steht, stand ursprünglich eine Kirche unter einer mächtigen Linde. Ein Klausner versah dort den Kirchendienst und unterrichtete gleichzeitig die Kinder. Die Legende berichtet, dass sich dort Österreicher und Franzosen im Rahmen der Schlacht von Hohenlinden im Dezember 1800 ein Gefecht lieferten. Kapelle KlausDer Klausner erkannte die Gefahr, holte das Kruzifix aus der Kirche und führte die Kinder sicher zu ihren Eltern nach St. Wolfgang. Der Legende nach haben die Soldaten beim Anblick dieser Kinderprozession die Waffen aus der Hand gelegt und gebetet. Nachdem die Kinder vorbeigezogen waren, wurde das Gefecht fortgeführt.

Die mächtige Linde, die inzwischen über 1000 Jahre alt ist, steht immernoch. Direkt neben der kleinen Kapelle, in der sogar noch Bausteine der ursprünglichen Kirche St. Stephan verarbeitet wurden.

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