35 Jahre Radlführerschein in Wasserburg

Jugendverkehrsschule mit Jubiläum - Feierstunde am Übungsplatz beim Badria

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Polizist-Fahrrad-300x300Die Jugendverkehrsschule in Wasserburg feiert ihr 35-jähriges Jubiläum. Seit 1980 werden den Viertklasslern am Verkehrsübungsplatz in Wasserburg die allgemeinen Verkehrsregeln beigebracht. Pflicht ist der Radlführerschein nicht, trotzdem nehmen alle vierten Klassen der umliegenden Grundschulen an den Übungsstunden teil und die meisten Buben und Mädchen bestehen die Prüfung auch. Heute war am Verkehrsübungsplatz am Badria eine kleine Feierstunde.

Karlheinz Niessner arbeitet seit 15 Jahren am Verkehrsübungsplatz WasserburgVor der Verkehrsschule war das Grundstück am Badria, an dem Grundschüler seit 1980 den Radlführerschein machen, verwildert und zugewachsen. 1979 hat man mit dem Bau des Verkehrsübungsplatzes begonnen und ein Jahr später wurde er eröffnet. „An den Verkehrsübungen und Prüfungen hat sich seither nicht sehr viel verändert. Die Verkehrsregeln sind seit den 80-ern eigentlich gleich geblieben, nur die Schilder haben sich verändert und heute gibt es mehr Kreisverkehre“, erklärt Karlheinz Niessner (Foto), der als „Mitarbeiter Verkehr“ bei der Polizeiinspektion Wasserburg arbeitet. Seine zusätzliche Ausübung als Verkehrserzieher, ist für ihn eine kleine erfreuliche Zusatzaufgabe, die die alltägliche Arbeit ein bisserl schöner macht, wie er sagt.

Zwischendurch stand die Jugendverkehrsschule der Gebietsverkehrswacht Wasserburg auch mal kurz vor der Schließung. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Bürgermeister Michael Kölbl entschied man sich aber dann doch für den Erhalt der Schule und des Platzes.

Denn in einer Sache waren sich alle Beteiligten einig: Die Verkehrsausbildung für Schüler ist wichtig und sollte weiter gefördert werden. Nicht nur wegen des vermehrten Verkehrsaufkommens – auch, weil beim Absolvieren des Radlführerscheins für die Schüler meistens der erste Kontakt zu einem Polizisten zustande kommt.

Lorenz Grasberger, 1. Vorstand der Gebietsverkehrswacht Wasserburg„Eines gibt es bei mir nicht: Schreien! Natürlich wird man, wenn einmal ein paar Lausbuben dabei sind, die nur Schmarrn im Kopf haben, ein bisserl lauter. Aber die Schüler sollen ja keine Angst vor uns haben. Die Kinder haben Respekt vor uns und das ist auch gut so, aber die Übungen sollen vor allem auch Spaß machen“, sagt Karlheinz Niessner. „Jede Klasse ist eine Klasse für sich. Es gibt brave Klassen, aber auch richtige Rabauken-Klassen“, erzählt Lorenz Grasberger (Foto), er ist der 1. Vorstand der Gebietsverkehrswacht Wasserburg.

Zum 35-jährigen Jubiläum der Jugendverkehrsschule fuhr die Klasse 4g der Wasserburger Grundschule noch einmal eine Extrarunde, obwohl die Prüfungen für dieses Jahr schon abgeschlossen sind.Hochrad Grundschüler

Auch beim Hochrad-Fahren herrscht Helmpflicht: Wer sich auch eine Runde auf dem Verkehrsübungsplatz am Badria erlaubte, sind Winfried Göschl aus Albaching und dessen Sohn. Und zwar mit dem Hochrad (Foto). Lorenz Grasberger ist sich sicher: „I dad alloa beim Aufsteigen scho vier Fehler macha, dann wär da erste Unfall scho passiert!“

Damit eben keine Unfälle passieren, werden die Viertklässler der umliegenden Grundschulen am Verkehrsübungsplatz in Wasserburg ihren Radlführerschein, wie seit nunmehr genau 35 Jahren, auch in Zukunft machen.

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JM

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