Wasserburg hat fünf neue Bayerische Meister

Leichtathletik: Stabhochspringer Manu Riemer schafft Quali für Deutsche - Top-Team

image_pdfimage_print

manuel riemerBei den Bayerischen Einzelmeisterschaften U18/U20 sowie der Männer und Frauen in Markt Schwaben sicherten sich die Wasserburger Leichtathleten gleich fünf Meistertitel! Ganz vorne reihte sich Manuel Riemer bei der U18 (unser Foto) in die Meisterriege ein. Völlig entspannt, befreit von dem Prüfungsstress der Mittleren Reife, genießt der 1,95 große, 16-jährige Athlet seinen Sport. Während er in der letzten Saison noch knapp an der Vier-Meter-Marke im Stabhochsprung gescheitert ist, gelang ihm gestern am Sonntag ein Riesensatz. 4,30 Meter bedeuteten nicht nur den Bayerischen Meistertitel, sondern neben der persönlichen Bestleistung auch die Quali für die Deutschen Jugendmeisterschaften im August in Jena …

2. Titel: Robert Dippel bei den Herren im Kugelstoßen

Eine sichere Bank im Kugelstoßen war wieder einmal der Soyener Robert Dippel. Keiner im Konkurrentenfeld konnte ihm den Titel des Bayerischen Meisters bei den Herren streitig machen, als er mit 17,70m eine eindrucksvolle Marke setzte.

3. Titel: Lukas Koller bei der U20 im Diskus

Quasi sein Pendant bei den U20-Athleten und dazu ambitionierter Trainingspartner ist Lukas Koller, der dem älteren Mannschaftskameraden in nichts nachsteht. In seiner Lieblingsdisziplin, dem Diskus, gelangen ihm fünf(!) Würfe über 57m …

Diese Hürde war dann für die Konkurrenz wohl doch zu groß und so kann sich Lukas zu Recht mit dem Titel des Bayerischen Meisters 2015 schmücken. Dabei gelang ihm mit 57,72m eine beeindruckende Siegesweite. Damit nicht genug: Auch im Kugelstoß unterstrich er mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft in persönlicher Bestleistung von 17,34m sein derzeitiges Leistungsvermögen. Bayerischer Meister wurde Valentin Döbler von der LG Stadtwerke München, der mit 18,60m Lukas deutlich distanzierte.

Schade, dass Lukas für die Europameisterschaften der U20 Athleten in Schweden wegen der starken deutschen Konkurrenz keine Berücksichtigung findet, obwohl er die erforderlichen Qualifikationsweiten sicher gestoßen und geworfen hat.

Bronze für Max – schon wieder mit neuer Bestleistung im Stabhochsprung

Freitag noch beim Stegspringen am Tegernsee und da mit neuer Bestleistung triumphierend (wir berichteten), setzte Max Kurzbuch seine derzeitigen „Höhenflüge“ auch in Markt Schwaben unbeirrt fort. Offenbar beflügelt von seiner neuen Bestleistung gelingt ihm derzeit (fast) alles. Vielleicht lag es auch nur an der Tatsache, dass er mal gescheit ausschlafen konnte, weil sein Wettkampf erst um 14 Uhr begann.

MaxStabhochSiegerehrung1Jedenfalls katapultierte er sich mit dem Stab über die 4,50 m Marke. Dabei haderte er seit Wochen mit dem härteren Stab, der zwar höher Leistungen verspricht, aber eine andere Sprungtechnik verlangt. Offensichtlich hat sich sein hartnäckiges Training und die vielen Korrekturen und die Geduld seines Trainers Michi Grabl aber gelohnt. Damit gelang dem 17-jährigen Schüler des Wasserburger Luitpold- Gymasiums innerhalb von nur 24 Stunden eine zweimalige Verbesserung seiner Bestleistung und eine Steigerung von 20cm …

Sieger in seiner Altersklasse wurde Max mit dieser Leistung leider nicht. In Julian Meuerer vom TSV Gräfeling fand er, wie am Freitag in Rottach, wieder einmal seinen Meister. Dieser beendete den Wettkampf mit einer Höhe von 4,60m als Bayerischer Meister. Immerhin konnte sich Max Kurzbuch über den Bronzerang freuen (unser Foto oben vom Stockerlplatz …)

4. Titel: Johanna Windmaier im Weitsprung

In ihrer Lieblingsdisziplin, dem Weitsprung, ließ sich Johanna Windmaier nicht die Butter vom Brot nehmen, auch wenn die Konkurrentin ihr das Leben wirklich schwer machte. In einem packenden Finale setzte sie sich gegen die Zweitplazierte durch und belegte bei gleicher Weite von 5,60m, aber besserem zweitweitestem Versuch, den höchsten Stockerlrang. Dabei springt Johanna seit einiger Zeit wegen einer Sehnenverletzung nicht mit dem gewohnten Sprungfuß ab, sondern mit dem ungeliebten linken Bein. Den Bayerischen Meistertitel hat sie sich wohl insbesondere für ihre Nervenstärke verdient.

johannaDass Johanna wirklich nichts erschüttern kann, bewies sie dann im anschließenden Finale über 100 m Hürden. Im Vorlauf beeindruckte sie mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 14,23s. Doch beim Einlaufen für den Endlauf blieb sie an einer Hürde hängen und konnte einen Sturz nicht vermeiden. Wo andere vielleicht den Lauf abgesagt hätte, biss sich Johanna, trotz Schmerzen, bis ins Ziel durch. Lohn für dieses Durchhaltevermögen war die Bronzemedaille in 14,48s. „Bin vielleicht doch ein bisschen verhalten gelaufen“, gab die frischgebackene Einserabiturientin dann vor Trainer Walter Kurzbuch zu, der aber mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden war.

Siegerin und Bayerische Meisterin m 100m Hürdensprint wurde die Kaderathletin Katharina Winkler in 14,08s, eine wirklich tolle Zeit.

Weiterhin aufsteigende Tendenz, im wahrsten Sinne des Wortes, zeigt Daniela Wechselgartner. Auch sie war am Samstag noch in Rottach–Egern beim Stegspringen am Start. In Markt Schwaben bestätigte sie ihren Aufwärtstrend im Stabhochsprung mit übersprungenen 3,10m und sicherte sich damit hinter Meisterin Franziska Heiß (3,50m) den dritten Rang.

In 46,00 s sicherte sich die 4x 100m Staffel des TSV in der Besetzung Nils Focke, Jonathan Neuhoff, Maximilian Kurzbuch und Manuel Riemer einen respektabel 6. Rang, zumal die Athleten in der höheren Altersgruppe gestartet sind.

alisa

5. Titel: Alisa Böhm im Hürdenlauf der U18

Dass Trainingspartnerschaften durchaus befruchtend sein können, bewies einmal mehr Alisa Böhm. Sie und Johanna Windmaier schenken sich im Training nichts und so wundert es nicht, dass Alisa in den gleichen Disziplinen ihre Stärken ausspielt, jedoch in umgekehrter Reihenfolge. Und bei der U18: Bis zum letzten Weitsprungversuch sah Alisa mit ihrem 5,58m Sprung wie die sichere Siegerin in ihrer Altersklasse aus. Erst im letzten Sprung gelang es Sandra Spinnler von der LG Landkreis Aschaffenburg mit 5,68m an Alisa vorbei zuziehen.

Ihre große Stunde schlug für Alisa dann im Hürdenlauf. Technisch sauber im Dreierrhythmus mit ausreichendem Abstand zur Hürde sprintete sie in 14,37s zum Meistertitel und ihrer neuen persönlichen Bestleistung. Unser Foto oben zeigt die Siegerehrung …

Auf den Bronzerang abonniert scheint derzeit Laura Kurzbuch zu sein. Bereits am Freitag in Rottach- Egern, nun in Markt Schwaben belegte sie in der Stabhochsprungkonkurrenz mit übersprungenen 2,80m den dritten Rang. Siegerin dieser Konkurrenz wurde Carolin Bauer mit 3,40m. Laura laboriert, wie erwähnt, an einer Beinverletzung, die ihr immer wieder Schmerzen beim Anlauf bereitet.

Zu erwähnen ist noch Nils Focke, der sein Desaster in Rottach- Egern (kein gültiger Versuch), souverän hinter sich gebracht hat und gleich am Folgetag mit 3,80m seine Saisonbestleistung bestätigt hat.

Als wahrer Rohdiamant entpuppt sich Florian Federmann. Von vielen Verletzungen gebeutelt und somit mit massivem Trainingsdefizit läuft dieser Bursche einfach so die 100m in 11,55s und die 200m in 23,37s, beide Zeiten natürlich persönliche Bestleistungen. Leider konnte er zu den Endläufen nicht antreten, weil er durch eine Pollenallergie beeinträchtigt ist. Schade! Der richtige Schliff und Usain Bolt könnte Angst bekommen …..

Nicht unerwähnt bleiben soll die Bestleistung von Jonathan Neuhoff im 400m Lauf. Die kraftaufwändige Stadionrunde absolvierte er in neuer Bestleistung von 54,45s und das nach einer Woche Studienfahrt in der Toscana …

Abschließend sei den Wasserburger Helfern gedankt, ohne die die Meisterschaft in Markt Schwaben nicht durchführbar gewesen wäre. Johannes Geiger hatte als Bahnrichter die Verantwortung für alle Laufwettbewerbe, Simon Peinhofer war für die Startanlage und Zeitmessung zuständig. Renate Koller, Jens Focke und Andreas Neuhoff waren als Kampfrichter im Einsatz.

cp

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.