Ma huift ja gern …

... wenn´s da ankommt, wo´s hin soll! Unser Kommentar am Montag

image_pdfimage_print

Fini MartlGrundsätzlich weiß man bei Spenden ja nie genau, ob sie auch wirklich da ankommen, wo sie gebraucht werden. Genau, wie bei Bettlern: Man kann eben nie sicher sagen, ob der Mensch, der nach Geld fragt, es auch wirklich braucht, oder eine Organisation dahintersteckt. Ärgerlich ist es, wenn man für einen vermeintlich guten Zweck Geld hergibt und dann erfährt, dass man „dableckt“ worden ist. Unser Kommentar zu einem rumänischen „Bettler“, der in unserer Region scheinbar kein Einzelfall ist.

Folgende Situation: Ein Mann steht mit seinem Pkw, mit rumänischem Kennzeichen, am Straßenrand. Auf der Rückbank: Frau und Kinder. Er hält Autos an – ihm sei der Sprit ausgegangen und er brauche dringend Geld zum Tanken, berichtet er verzweifelt. Was tut man also? Eigentlich ist man selbst auf jeden Euro angewiesen, trotzdem plagt einen dann das schlechte Gewissen. Immerhin gibt es überall Menschen, denen es viel schlechter geht als uns. Man hadert mit sich, der Mann bittet immer verzweifelter um Geld für Benzin.

Ich bin mit dem Mann an die nächste Tankstelle gefahren. Ich habe ihn für 15 Euro tanken lassen und bezahlt. Mein Gedanke: „Eine gute Tat am Tag“. Und im Nachhinein betrachtet, hat mir die Erleichterung meines Geldbeutels um 15 Euro auch nicht wirklich weh getan.

Heute höre ich: Meinem Freund und einem Bekannten ist das gleiche unabhängig voneinander passiert. Am gleichen Tag, an zwei verschiedenen Orten. Mein Gedanke diesmal: „Das kann kein Zufall sein.“ Dazu kommt: In beiden Fällen haben sich die Männer, mit dem was sie bekommen haben, nicht zufrieden gegeben und baten um mehr Geld.

Der Polizei wurden solche Vorfälle bisher noch nicht gemeldet. Die Polizeiinspektion in Waldkraiburg berichtet aber: „Speziell aus Rumänien gibt es immer Betteleien mit geschickten Maschen. Man kann es nicht sicher sagen, aber es ist zu vermuten, dass das eine solche Masche ist.“ Eine rechtliche Handhabe gibt es dabei nicht, um Benzingeld zu bitten ist schließlich nicht verboten. In so einem Fall muss eben jeder selber entscheiden, ob er hilft oder nicht. Eine Spende für Menschen „in Not“ tut freilich nicht weh, ob die Hilfe dabei aber immer bei den Richtigen ankommt, weiß man leider nie genau … moand de Fini.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.