Energiewende: Es gibt noch viel zu tun

Aufklärung in Sachen erneuerbarer Energie in Haag

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Haag Egis 20_04_2015Die Auftaktveranstaltung in Sachen erneuerbarer Energie fand dieser Tage mit dem Mitglied des Deutschen Bundestages und engagierten Vertreters der Energiewende in Bürgerhand, Josef Göppel, im Haager Bürgersaal statt. „Noch sind über 55 Prozent der erneuerbaren Energieanlagen in Bürgerhand“, berichtet der Initiator der Veranstaltung, der Haager Gemeinderat  Hans Urban, doch es gebe noch viel zu tun, bis die Energiewende geschafft sei. Die EnergieGenossenschaft Inn-Salzach eG (EGIS) biete die Möglichkeit, dass auch in Zukunft der größte Teile der erneuerbaren Energieanlagen in den Händen der Bürger bleibt. 

Landrat Huber rief die Bürger in seinem Grußwort auf, sich zu selbst in Sachen Energie zu engagieren, damit die Energiewende auch funktioniert.

Josef Göppel vom Umweltarbeitskreis der CSU im Bundestag betonte, das die EGIS selbst im fernen Berlin einen guten Ruf genieße. Er warnte aber auch davor, bei der  Energiewende die Hände in den Schoß zu legen. Die Teilung des EON-Konzerns im vergangenen Jahr habe gezeigt, „dass die großen Energiekonzerne verstanden haben, dass die  Energie der Zukunft erneuerbar ist“. Jetzt gehe es nicht mehr um die Frage, ob fossil oder erneuerbar, sondern nur noch um die Frage „Wer erhält die Wertschöpfung ?“, so Göppel. Die Bürger müssten sich entscheiden zwischen Mitmachen, Beteiligen und Mitbestimmung, oder die Energie wieder in die Hände der Aktionäre großer Energiekonzerne zu geben. Göppels Standpunkt ist eindeutig, „Der Direktmarkt darf nicht an der Börse enden.“

Dabei sind die Voraussetzung für die Energiewende so günstig wie noch nie, gerade die Photovoltaik liefere bei niedrigen Installationskosten günstigen Strom und sei inzwischen sogar ästhetisch anspruchsvoll.

Bei den Stromkorridoren, speziell nach Bayern äußerte sich das Bundestagsmitglied klar in Richtung Erdverkabelung und keine Masten, obwohl die Investition dafür etwa doppelt so hoch liege. Der Preis sei es aber für die Vermeidung der Freileitungen wert.

Zur „EGIS“ sagte Göppel, sie sei auf dem richtigen Weg, solle aber intensiv und frühzeitig in eine eigene Stromvermarktung investieren.

Landrat Georg Huber unterstrich , dass es Aufgabe der Kommunen sei, erneuerbare Energien zu fördern.

Rainer Brunnhuber vom „EGIS“-Vorstand erläuterte die Entstehungsgeschichte der Energiegenossenschaft, sowie das Ziel den eigenen Mitgliedern in Zukunft sauberen, selbst erzeugten grünen Strom anbieten zu können. Das sei durch das aktuelle EEG leider noch nicht möglich, man erwarte aber schnelle Nachbesserung von Seiten der Berliner Politik.

Aktuell produziert die EGIS bereits  518.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Mit der neuen  Solarstromanlage in Wachenbrunn werden es 8.750.000 Kilowattstunden sein. Mehr Informationen unter:  www.egis-energie.de

Die kommenden Termine der EGIS Info-Tour:

Waldkraiburg: Montag, 27.04.15, 19:00 Uhr, Taverne Korfu, Berliner Straße 20a. Referenten und Ansprechpartner der EGIS vor Ort sind, Pascal Lang, Vorstandsvorsitzender EGIS und Konrad Estermeier, Vorsitzender des Aufsichtsrates EGIS.

Neumarkt: Mittwoch, 29.04.2015, 19:00 Uhr, Hotel Gasthot Zur Post, Stadtplatz 21. Referenten und Ansprechpartner der EGIS vor Ort sind, Pascal Lang, Vorstandsvorsitzender EGIS und Konrad Estermeier, Vorsitzender des Aufsichtsrates EGIS.

 

Film-Präsentation im Kino Waldkraiburg           SPECIAL EVENT mit VIP!

„Leben mit der Energiewende, Teil 3“

Mit Regisseur Frank Farenski und Vorstellung der EGIS Energie-Genossenschaft.

Montag, 04.05.2015 – 20:15 –  Eintritt frei!

Mit „Leben mit der Energiewende 3 – Selber machen“ folgt im Kino nun der Dritte und letzte Teil des Filmprojekts von Filmemacher Farenski., in dem er zeigt, wie wir Bürger saubere Energie ganz einfach selbst erzeugen können. Dieser Film macht Mut sein eigener Energieversorger zu werden.  Wir sind die Energiewende!

 

Rosenheim: Samstag 09.05.2015, ab 10:00 Uhr,

Inntalhalle, Kolbermoorer Str. 10

Rosolar – Mobil mit der Sonne

 

 

 

 

Über EGIS:

Die EnergieGenossenschaft Inn-Salzach eG, kurz „EGIS“, fördert und realisiert die Energiewende aus Bürgerhand. Sie plant, baut und betreibt Sonnenstromkraftwerke, Wasserkraftwerke, Holzeinkauf, entwickelt Wärme- und Energiekonzepte für Gemeinden und Kommunen auf Basis erneuerbarer Technologien.

Gegründet wurde die EGIS am 22.01.2013 in Neuötting am Inn mit 150 Gründungsmitgliedern. 22 der insgesamt 24 Gemeinden des Landkreises

Altötting sind bereits  Mitglied in der Genossenschaft und tragen das Konzept der Energiewende durch Bürgerhand offiziell mit.

Die EGIS ist seit ihrer Gründung im Januar 2013 auf aktuell über 350 Mitglieder  gewachsen (Stand April 2015) und hat durch ihr Engagement bereits Interesse bei weiteren 90 Kommunen und Gemeinden in Ober- und Niederbayern erzeugt.

Bei ihren Bürgerenergieprojekten pflegt die EGIS ein offenes Model und ermöglicht sowohl privaten Anlegern, als auch institutionellen Investoren aus ganz Deutschland eine Beteiligung an ihren Projekten und der Genossenschaft.

Um möglichst vielen Menschen eine Beteiligung an der Energiewende zu ermöglichen hat EGIS die untere Einstiegsgrenze bei moderaten 150 Euro angesetzt. Die höchste mögliche Einlage pro Anleger beträgt 150.000 Euro.

Internetseite: https://www.egis-energie.de/

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