Frater Emmanuel Rotter auf Bayern 2

Albachinger Mönch live im Radio - Ab morgen im Livestream

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bernhard rotterFrater Emmanuel Rotter, er ist in Albaching und Umgebung bekannte wie ein bunter Hund und am Nasenbach aufgewachsen, kümmert sich seit 25 Jahren um Obdachlose in München. Der musikbegeisterte Mönch organisiert den reibungslosen Ablauf in der Obdachlosenhilfe. Am Dienstag ist er noch bis 17 Uhr zu Gast bei Bayern 2. In „Eins zu Eins. Der Talk“ spricht Frater Emmanuel mit Moderator Norbert Joa über die Vorurteile Obdachlosen gegenüber. Morgen kann man sich den Livestream herunterladen.

Bis Dienstag, 17 Uhr, live: http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/eins-zu-eins-der-talk/frater-emanuel-rotter-100.html

Der BR über den Albachinger: Emmanuel Rotter interessierte sich schon früh für das Klosterleben, jeden Sommer verbrachte er eine Woche im Kloster Andechs. Nach seinem Hauptschulabschluss ging er in die Schreinerlehre und legte das Staatsexamen als Krankenpfleger ab. Jetzt fühlte er sich bereit, ins Kloster einzutreten – sollte es nicht klappen, hätte er ja zwei abgeschlossene Berufsausbildungen als Alternativen. Es hat aber geklappt: Seit 25 Jahren ist Emmanuel Rotter Mönch in Sankt Bonifaz, im Herzen Münchens. Von Anfang an hat er sich um die Obdachlosen gekümmert. In Albaching bei Wasserburg, woher Emmanuel Rotter kommt, gab es keine Obdachlosen – der Umgang mit ihnen war etwas Neues für ihn.

Aus seiner dörflichen Heimat kannte er vor allem Vorurteile gegen Obdachlose, Stammtisch-Reden. In München angekommen, wurde Emmanuel Rotter jedoch gleich mit der Situation der Obdachlosen konfrontiert. Anfangs verteilte er gemeinsam mit einem Mitbruder Wurstsemmeln, besuchte die Obdachlosen dort, wo sie sich aufhielten: In U-Bahnhöfen und auf öffentlichen Plätzen. Bald kamen die Obdachlosen nach Sankt Bonifaz, es wurden immer mehr. Aus seiner Arbeit entstand das „Haneberg-Haus“ der Benediktiner. Obdachlose bekommen dort Kleidung, Essen, ärztliche Hilfe, Aufmerksamkeit und einen Ort, an dem sie sich aufhalten können. Als Mönch verbringt Frater Emmanuel Rotter viel Zeit im Gebet, gemeinsam mit seinen Mitbrüdern. Dafür klingelt der Wecker schon früh am Morgen – mit dem Aufstehen hat Emmanuel Rotter aber bis heute so seine Probleme.

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