Nach Sturm: Lebensgefahr im Wald

Forstbetriebsleiter Dr. Utschig: „Auf Waldspaziergänge verzichten!"

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baum2 KopieWasserburg/Altlandkreis –  Die Bayerischen Staatsforsten warnen aufgrund der aktuellen Orkanschäden vor dem Betreten des Waldes. „Es herrscht mancherorts Lebensgefahr wegen umfallender Bäume oder herabfallender Baumteile und Äste. Etliche Bäume wurden vom Orkan geworfen, einzelne Bäume hängen quer im Waldbestand. Geworfene und gebrochene Fichten müssen bevorzugt aufgearbeitet und aus dem Wald gebracht werden, um Folgeschäden durch den Borkenkäfer zu verhindern. Wir bemühen uns, die Hauptwege im Wald zeitnah freizuräumen und die gröbsten Gefahren rasch zu beseitigen“, so Dr. Utschig, Forstbetriebsleiter des Forstbetriebs Wasserburg .

„Gerade abseits der Wege herrscht aber nach wie vor erhöhte Gefahr!“ Um Unfälle zu vermeiden sollten Spaziergänger die Bereiche mit Windwürfen unbedingt meiden. Auch bei einzelnen, schräg hängenden Bäumen besteht Lebensgefahr!

Zurzeit werden die gefahrbringenden Bäume sukzessive aufgearbeitet bzw. in einem ersten Schritt von Waldarbeitern und Forstspezialmaschinen zumindest zu Fall gebracht. Diese Arbeit wird einige Wochen dauern.

„Sind mit blauem Auge davon gekommen!“

Nach ersten Prognosen wird die Schadholzmenge im Bereich Ebersberg auf 10.000 Festmeter, im Bereich Isen auf 4.000 Festmeter, im Bereich Mühldorf und Wasserburg auf 6.000 Festmeter, im Bereich Altötting auf 10.000 Festmeter und im Bereich Simbach auf 3.000 Festmeter geschätzt. Wir sind mit einem „blauen Auge“ davongekommen, so Dr. Utschig. Die Mengen können in bestehenden Holzlieferverträgen ausgeliefert werden.

Foto oben: Nahe Odelsham bei Wasserburg – ein Baum quer über der Straße, so, dass der Lkw gerade noch unten durch passt. Fotos: GW

Foto unten: Auch im Herderwald in Wasserburger  hat das Sturmtief Niklas gewütet.

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