Franzi-Fans, no a bissal Geduld!

Empfang im Heimatort Albaching kommt ganz bald - Unser Blick zurück

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OLYMPUS DIGITAL CAMERANa, koa Angst, no nix verpasst! A bissal müssen sich die Fans in der Heimat noch gedulden – für genau diesen Augenblick: Wenn Albachings Bürgermeister Franz Sanftl stolz unser aller Franzi“ zum Gemeindefest führt. Durch ein Spalier aus Langlaufskiern und Schießgewehren waren die Beiden damals schon gegangen – genau drei Jahre ist dieses Foto alt! Und zur Überbrückung der Wartezeit gibt’s hier unseren kleinen Biathlon-Festrückblick dazu. Denn heute am Vormittag sagte Franz Sanftl gegenüber der Wasserburger Stimme, dass erst nach Ostern ein großer Empfang in der Heimatgemeinde stattfinden wird. In Absprache mit der Familie Preuß wurde der Termin …

… so weit nach hinten verlegt, da Franzi als Zolloberwachtmeisterin seit zweieinhalb Jahren auch im Skiteam des Zolls dabei ist und nun dort noch an den Meisterschaften teilnehmen wird. So bald wie möglich werden wir den genauen Termin bekanntgeben, wenn er feststeht.

Hier unser kleiner Rückblick, was sich im Februar vor genau drei Jahren in der Heimat abgespielt hatte – da war Franzi noch 17 Jahre alt und sie kam 2012 von den 1. Olympischen Wintersjugendspielen der Geschichte heim nach Albaching …

So etwas hatte es in der Gemeinde Albaching noch nie gegeben: Die ganze Ortschaft schien da zu sein, als die 17-jährige Franzi Preuß willkommen geheißen wurde – mit drei Goldmedaillen um den Hals und einer silbernen.

Biathlon – so heißt ihr Sport seit erst zwei Jahren. Und Fritz Fischer, Disziplintrainer der Deutschen Biathlon-Männer-Nationalmannschaft sagte es in Albaching mit diesen Worten: „Nein, die Franzi – das ist keine zweite Magdalena Neuner, die Franzi ist ein ganz anderer Charakter. Sie hat der Lena einiges voraus. Die Lena musste sich alles erarbeiten, die Franzi hat unwahrscheinliches Talent. Sie ist dabei ruhig und cool. Und sie hat eine unglaubliche faszinierende Freude an dem Sport. Es kann sein, dass das alles hier erst der Anfang ist für die Franzi …“

In der voll besetzten Alpicha-Halle wurde geklatscht und gejubelt. Mit Bürgermeister Franz Sanftl am Mikro, der den überraschenden Festakt für die junge Dame kurzerhand perfekt organisiert hatte. Immer wieder musste sich Franzi die Augen wischen – bescheiden saß sie da in der ersten Reihe. Und überwältigt. Jeder wollte sie irgendwie in den Arm nehmen und drücken. Die Herzlichkeit war riesengroß.

Überwältigend war das alles auch für ihre Eltern Schorsch und Elisabeth. Jeder erfolgreiche Schuss am Schießstand der Olympiade wurde im Saal noch einmal nachempfunden – mit Jubelschreien und unglaublicher Begeisterung.

Zuvor war Sanftl mit Franzi im Arm durch ein Spalier aus Langlaufskiern und Schießgewehren hindurchmarschiert. Während Feuerwerkskörper den Albachinger Himmel erstrahlen ließen. Alle waren da, ob Groß oder Klein, Jung oder Alt – ob vom Schützenverein oder der Landjugend, ob Klassleitung in der Fachoberschule, die die Franzi im Wirtschaftszweig besuchte und ihr Fachabi machen wird – oder ob natürlich die Familie, die engsten Freunde, der Trainer, die Physiotherapeutin, der Sponsor, die Firma Bauer aus Wasserburg.

Es gab Blumen, Erinnerungskrügerl – für alle, die der Franzi auf diesem Weg in die Sportelite irgendwie zur Seite stehen. Und es gab für alle im Saal Getränke und etwas zu essen, so wie es sich bei einer großen Familienfeier gehört. Die Feuerwehr Albaching hatte die Straßen gesperrt, die Böllerschützen aus Edling hatten Salutschüsse in die Luft gejagt, die Albachinger/Pemmeringer Musikkapelle spielte auf und die Technik um Tobias Langer zeigte noch einmal Eindrücke der Olympiade auf einer Leinwand.

Und so richtig stolz waren vor allem auch sie: alle vom Skiclub Haag, dem sie angehört und der sie in die Langlaufspur brachte – und alle von den Steinbuch-Schützen aus Forsting, bei denen sie seit ihrem elften Lebensjahr dabei ist, das gute Schießen erlernte und im Jahr 2009 noch die Jugend-Schützenkönigin war.

Einfach so weitermachen wie bisher, das möchte sie gerne, sagte Franzi Preuß ins Mikro des Fernsehens unten am Eingang zur Oibichner Halle. Und so bleiben, wie sie ist. Ja, es könne durchaus sein, „dass das alles hier erst der Anfang ist,“ meinte sie damals ruhig. Und lächelte. In Innsbruck jedenfalls bei der Abschiedsfeier der Olympischen Jugendspiele – da trug „unsere Franzi“ schon mal die deutsche Fahne. War sie doch mit drei Goldmedaillen und einer Silbernen die erfolgreichste Athletin der Spiele …

Foto/Text: Renate Drax

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