Nach Freudenfest: Selters statt Sekt

Bürgerinitiative Stop B15 neu Reitmehring/Wasserburg „kämpft“ weiter

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ReitmehringReitmehring – Die Kehrtwende von Ministerpräsident Horst Seehofer zur B15 neu (wir berichteten), nachdem schon das Freudenfest geplant war, führte zu großem Unverständnis auch in der Reitmehringer Bürgerinitiative. So traf sich die Vorstandschaft statt zu „Sekt“ nur zu „Selters“ in der Landwirtschaft in Staudham, um das weitere Vorgehen zu diskutieren. Scheinbar habe Reitmehring ja noch mal „Glück“ gehabt, hieß es da, denn der autobahnähnliche Ausbau solle in Haag beendet sein. Im weiteren Verlauf bis Rosenheim solle nun die B15 lediglich „ertüchtigt“ werden. Aber …

… der Tenor beim Treffen: „Keine B15 neu hier und auch nicht anderswo – wir kämpfen ja nicht nur für unsere Haustür, sondern insgesamt für eine „vernünftige Verkehrspolitik“, darin sind wir einig und solidarisch mit allen Initiativen.“

Das bayrische Verkehrsministerium hat zwei Alternativen – einen Korridor vom Landkreis Erding bis in den Landkreis Mühldorf und den Ausbau der jetzigen B15 – für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Hier wird mit dem Sankt Florians-Prinzip gespielt: „Uns wird´s schon nicht treffen.“ Damit kann und soll der Widerstand aufgeweicht werden, so die Meinung der Bürgerinitiative.

Interessant sei, dass gerade die Landräte und so mancher Lokalpolitiker behaupten, Unternehmer und Bürger wären für den Ausbau der B15 neu als Autobahn, die versuchen, sie von ihrer „eigenen Haustür“ wegzuhalten.

Was heißt für die Bürgerinitiative Reitmehring „vernünftige Verkehrspolitik“?

Zusammen mit der Feuerwehr Reitmehring hält sie für vordringlich:

  1. Die Entschärfung der vielen Unfallschwerpunkte so bald wie möglich und nicht erst am Sankt Nimmerleinstag, wenn dann mal in vielen Jahren die B15 neu tatsächlich die nötigen finanziellen Mittel erhalten sollte, um sie denn auch zu bauen. Hier ist an Einfädelspuren, kreuzungsfreies Abbiegen u. a. gedacht, wie wir es ja jetzt neu auch an der B304 Wasserburg Ost haben.

Jeder Verletzte oder gar Tote ist zu viel!

  1. Die jetzige Trasse muss moderat und in Absprache mit den Anwohnern an geeigneter Stelle in eine Zwei plus eins -Trasse (wie am Attler Berg) umgebaut werden. Denn das Hinterherfahren hinter den vielen LKWs provoziert unüberlegtes, riskantes Überholen und führt immer wieder zu schweren Unfällen. Wenn wir uns den Verlauf anschauen, gibt es genügend Stellen, die dies ermöglichen würden.

Mit den Bürgern planen – nicht über ihre Köpfe hinweg, so sollte Demokratie aussehen!

Die Bürgerinitiative will auch zukünftig engagiert für ein „besseres Verkehrskonzept – B15“ eintreten können und braucht auch weiterhin Unterstützung bei ihren Aktionen.

An dieser Stelle der Dank an alle, die mit ihnen gekämpft haben – „wir machen weiter!“

Unser Foto: Der Vorstand der Bürgerinitiative Stop B15 neu Reitmehring/Wasserburg von rechts: Marietta Trottmann, Josef Ramm, Jürgen Scheller (nicht auf dem Bild: Theresia Wurzer, Burkhard Martl). 

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