Löwen kämpfen um den Finaleinzug

Kommt es am Sonntag zum alles entscheidenden dritten Spiel?

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ehcAn diesem Wochenende hat der EHC Waldkraiburg mindestens einen Matchball, das Endspiel um die Bayerische Eishockeymeisterschaft zu erreichen. Nach dem Auftaktsieg treten die Industriestädter jetzt am Freitag um 20 beim EV Lindau zum zweiten Spiel der „Best-of-Three“-Serie an, sollte diese schwere Auswärtspartie verloren gehen, kommt es am Sonntag zum alles entscheidenden dritten Spiel. Falls dem so ist, gibt es spezielle Vorverkaufsstellen am Samstag.

„Wir wollen den Sack natürlich zumachen am Freitag und es nicht auf ein drittes Spiel ankommen lassen“, erklärt EHC-Coach Rainer Zerwesz im Vorfeld der Partie beim EVL, betont jedoch gleichzeitig, dass es gegen die „Islanders“ alles andere als leicht werden wird. „Die haben eine technisch und auch läuferisch sehr starke Mannschaft und werden sich auf eigenem Eis ganz anders präsentieren als im ersten Spiel. Da war es ja eine relativ klare Sache“, so der 46-Jährige.

Mit 5:1 konnten die Waldkraiburger die erste Begegnung mit den „Islanders“ am vergangenen Sonntag recht deutlich für sich entscheiden, doch sollte dieses Ergebnis nicht über die Stärke der Mannschaft von Trainer Sebastian Buchwieser hinwegtäuschen. Lindau hatte auch seine Gelegenheiten im Spiel beim EHC und mit Topstürmer Zdenek Cech jun. sowie dem slowakischen Verteidiger-Ass Lubos Sekula fehlten dem EVL zwei absolute Stammkräfte und Leistungsträger.

„Wenn Dir der beste Verteidiger und einer der besten Stürmer fehlen, kannst du das nicht kompensieren. Da geht es jeder Mannschaft in der Liga gleich“ stimmt auch Zerwesz zu. „Sekula ist läuferisch stark, setzt viele Akzente nach vorn und hat eine gute Spielübersicht“ charakterisiert Zerwesz den 31-jährigen Verteidiger. „Zdenek kennen wir ja schon lange und man weiß, was er läuferisch und technisch kann. Und auch seine Scoring-Qualitäten sind unbestritten.“

Die 1:0-Führung in der Serie gibt den „Löwen“, die noch nicht absehen können, wie viele Spieler am Freitag arbeitsbedingt passen müssen, natürlich Selbstvertrauen. Dennoch, die Gefahr besteht, dass man, genauso wie andere Teams vor einem, in Lindau trotz der Unterstützung von gut 100 EHC-Fans eine Packung kassiert und die „Islanders“ in der Serie zurückkommen. Es wäre nicht das erste Mal, dass den Schwaben dies in dieser Spielzeit gelingt: Memmingen unterlag in der Vorrunde mit 0:2 beim heimstarken EVL, Höchstadt holte bei der 5:6-Pleite in der Zwischenrunde nach Penaltyschießen nur einen Zähler und auch die „Löwen“ mussten sich am vorletzten Vorrundenspieltag am Bodensee mit 1:2 geschlagen geben – wenn auch personell geschwächt.

Sollte der EV Lindau also, der sich selbst taktisch klug zum großen Außenseiter macht, der Ausgleich gelingen, geht es am Sonntag um die berühmte Wurst. Eine besondere Belastung entsteht für die „Löwen“ deshalb laut ihrem Trainer aber noch lange nicht: „Den Druck haben dann beide Teams“ weiß EHC-Coach Zerwesz. „Entscheidend wird dann sein, wer es mehr will. Wir sind gerüstet, auch wenn unser Fokus jetzt noch ganz klar auf Freitag liegt. Mit unseren Fans im Rücken können wir es auch am Sonntag schaffen“ so Zerwesz weiter, der in diesem Fall auf eine erneut großartige Kulisse hofft.

Da keiner weiß, wie es nach dem Freitagsspiel in der „Best-of-Three“-Serie steht und die ob „Löwen“ bereits die Sensation geschafft haben oder aber auf den zweiten Matchball hoffen müssen, mussten sich die Verantwortlichen Neues in Sachen Kartenvorverkauf einfallen lassen. In den letzten Spielen kamen weit über 1000 Zuschauer zu den Heimspielen des EHC, damit auch in einem möglichen Spiel 3 die Warteschlangen nicht zu lang werden, haben die Fans bereits am Samstag zwischen 10 und 12 Uhr in der Stadiongaststätte die Möglichkeit, die sicherlich hoch begehrten Tickets für das Sonntagsspiel zu bekommen. Am Sonntag selbst öffnen die Kassen dann über drei Stunden vor dem offiziellen Spielbeginn um 17:15 Uhr und so gibt es ab 14 Uhr in der Stadiongaststätte die Karten für die Entscheidungspartie im Playoff-Halbfinale zwischen den „Löwen“ und den „Islanders“.

 

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