Playoffs: Löwen legen vor

EHC siegt verdient gegen „Islanders" aus Lindau

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ehcDie Eishockey-Euphoriewelle schwappt weiter durch Waldkraiburg! Im ersten Spiel der „Best-of-Three“-Serie im Playoff-Halbfinale gegen den EV Lindau konnten die „Löwen“ von Trainer Rainer Zerwesz am Sonntag den ersten Erfolg feiern. Gegen die „Islanders“ gewann der EHC verdient mit 5:1, die Tore erzielten Daniel Hämmerle, Philipp Spindler und Max Kaltenhauser, Lukas Wagner traf doppelt.

Vor dem Spiel waren die Voraussetzungen für EHC-Coach Zerwesz bestens – wie schon bei den Siegen im Viertelfinale gegen den ESC Dorfen konnte er personell aus den Vollen schöpfen und laut Spielberichtsbogen 22 Mann aufbieten. Die Gäste aus Lindau dagegen mussten mit Zdeneck Cech jun. (34 Spiele/ 62 Scorerpunkte) und Kontingentspieler Lubos Sekula (34/ 30) auf ihren besten und viertbesten Scorer verzichten- Cech war krank, Verteidiger Sekula gesperrt.

Nachdem die Hausherren ihre ob der erneut großartigen Kulisse nachvollziehbare Anfangsnervosität abgelegt hatten, nutzten die „Löwen“ prompt ihre erste Überzahlgelegenheit: Lukas Wagner wurde von EHC-Kapitän Max Kaltenhauser perfekt bedient und überwand Lindaus Schlussmann Varian Kirst (05:43). Gut fünf Minuten später bot sich dem EHC das nächste Powerplay, doch trotz zweier guter Versuche von Martin Führmann von der blauen Linie ließ Kirst kein zweites Mal etwas zu.

Als sich kurz drauf den Lindauern das erste Überzahlspiel der Partie bot, schaffte Philipp Spindler den Break und konnte nur per Foul am 2:0 gehindert werden- trotzdem sollte in der Folge nichts Zählbares herausspringen. Die Chancenverwertung war damit wieder einmal das einzige, was man den „Löwen“ in den ersten 20 Minuten vorwerfen konnte- gleichzeitig lag dies aber auch am starken Keeper Kirst im Kasten der Gäste. Dennoch schafften es die Hausherren aber nochmals, die Scheibe im Netz unterzubringen: Johannes Pfeiffer zog kurz vor der ersten Pause an der blauen Linie ab, Daniel Hämmerle fälschte ab und Kirst war geschlagen (19:08).

Für das zweite Drittel hatten sich die Gäste sichtlich mehr vorgenommen und kamen mit viel Tempo aus der Kabine. Die erste Chance in der weiterhin sehr fair geführten Partie ließ aber ein Waldkraiburger liegen: Wagner fand nach guter Vorarbeit von Jakub Marek seinen Meister in Keeper Kirst (21.Minute). Sechs Minuten später hatte dann Spindler das 3:0 auf dem Schläger, doch war auch für ihn Schluss bei Kirst. In der Folge kamen nun die Lindauer zu einigen Abschlüssen, doch stand die Defensive der „Löwen“ bestens und auch Torhüter Patrick Vetter zeigte sich bislang recht unbeeindruckt von dem Treiben vor seinem Gehäuse.

In den ersten Minuten des Schlussdrittels neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, einzige gute Chance für den EHC blieb der vereitelte Versuch von Harald Nuss nach gut 44 Minuten. Nicht mal zwei Minuten später machte es Spindler besser: Lange deutete er den Schuss an, als er dann aber tatsächlich abzog, überraschte er Kirst und es hieß 3:0 für die Hausherren (45:02). Für ein Playoff-Halbfinale ging es beachtlich respektvoll und ohne übertriebenen Körpereinsatz über die Bühne- fast etwas zu wenig körperlos, meinten einige der Zuschauer.

Lindau schüttelte sich nach dem Treffer kurz und bedingt durch extreme Passivität der EHC-Abwehr kurzdrauf durfte Sascha Paul den Anschluss erzielen (51:00). Das Tor sorgte für einen etwa fünfminütigen Bruch im „Löwen“-Spiel: Lindau witterte seine Chance, dem EHC ging etwas von der zuvor eindrucksvoll bewiesenen Souveränität- gerade in der Defensive- verloren. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Gäste-Coach Sebastian Buchwieser schließlich seine Auszeit und in der Folge Keeper Kirst vom Eis. Dieser Schachzug ging aber aber nicht auf, Lukas Wagner schaffte den Break und schob ins leere Tor zum 4:1 ein (57:23). Mit einem starken Spielzug machte Kaltenhauser kurz vor dem Ende schließlich den Deckel drauf – gemeinsam mit Marek und Wagner umspielte die Paradereihe der „Löwen“ die EVL-Defensive, ehe der Kapitän des EHCV den Endstand besiegelte.

 

 

Eishockey-Bayernliga 2014/2015, Playoff-Halbfinale, Spiel 1. EHC Waldkraiburg – EV Lindau 5:1 (2:0/ 0:0/ 3:1). Tore: 1:0 05:43 Wagner L. (Kaltenhauser M., Paderhuber A. PP1), 2:0 19:08 Hämmerle D. (Pfeiffer J.), 3:0 45:02 Spindler Ph. (Nuss H., Hagemeister M.), 3:1 51:00 Paul S. (Pfeiffer D., Olseko M.), 4:1 57:23 Wagner L., 5:1 58:49 Kaltenhauser M. (Wagner L., Marek J.). Strafen: EHC Waldkraiburg 6 Strafminuten, EV Lindau 12 Strafminuten. Zuschauer: 1387. Stand in der Serie „Best-of-Three“ EHC Waldkraiburg – EV Lindau 1:0.

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