Mit Stirnlampe und Warnweste: Hilfe für Kröten

Appell von Bund Naturschutz und Landratsamt zur beginnenden Frosch-Wanderung

image_pdfimage_print

Daumen hoch, zum Naturschutz !An den ersten feuchtwarmen Tagen, meist Ende Februar, Anfang März, beginnen Kröten, Molche, Unken oder Frösche ihre gefährliche Wanderung von den Winterquartieren zu den Laichgewässern. Weil sie dabei oft Straßen und Wege überqueren müssen, werden in den kommenden Wochen auch im Altlandkreis wieder zahlreiche ehrenamtliche Helfer versuchen, die Tiere sicher über die Straßen zu bringen. Ihr Einsatz ist nach wie vor dringend notwendig, denn die Bestandszahlen der Amphibien sind weiterhin rückläufig. Aus diesem Grund appellieren die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim und der Bund Naturschutz an …

… die Verkehrsteilnehmer, Rücksicht zu nehmen und zwar nicht nur auf die wandernden Frösche und Kröten, sondern auch auf die ehrenamtlichen Amphibienschützer am Straßenrand. Sie haben in den vergangenen Jahren immer wieder feststellen müssen, dass die Sogwirkung von schnell fahrenden Autos gefährlich ist. Offenbar gelingt es vielen Autofahrer nicht, den Abstand zu den Fußgängern am Straßenrand genau einzuschätzen, auch wenn diese mit reflektierenden Westen und Stirnlampen ausgerüstet sind, heißt es heute in einer Presseerklärung. 

In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Kreisbauhöfe und dem Straßenbauamt werden in den kritischen Bereichen nach Möglichkeit Schutzzäune mit Auffangeimern und Hinweisschilder aufgestellt, wenn notwendig auch mit Geschwindigkeitsbeschränkungen. Da die Tiere vorwiegend ab der Dämmerung bis zum Tagesanbruch wandern, werden die Helfer meist bis in die späten Abendstunden und am frühen Morgen versuchen, die reisefreudigen Amphibien vor dem Tod durch Überfahren zu bewahren, in dem sie sowohl die in die Auffangeimer gefallenen als auch auf den Straßen befindlichen Tiere einsammeln und aus der Gefahrenzone bringen.

Im Übrigen sucht der Bund Naturschutz noch dringend Helfer. Spezielle Voraussetzungen müssen diese nicht mitbringen. Wichtig sind die Freude am Amphibienschutz und eine gewisse Wetterfestigkeit mit geeigneter Kleidung und Stirnlampe.

Die Amphibien wandern am liebsten bei Regen und Außentemperaturen von über 5 Grad. Bei ungünstigen klimatischen Bedingungen, wie anhaltender Trockenheit oder späten Schneeeinfällen, nützen sie bei großem Laichdruck auch kleinste klimatische Verbesserungen und wandern dann auch tagsüber. Der Zeitaufwand für die kleinen Hüpfer richtet sich nach der Länge des zu betreuenden Zaunes und kann von einer bis mehrere Stunden täglich über einen Zeitraum von etwa vier bis fünf Wochen in Anspruch nehmen.

Interessenten melden sich bei Martina Eisgruber in der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim, Telefon 08031 392 3314, oder im Büro der Kreisgruppe Rosenheim des Bund Naturschutzes, telefonisch unter 08031 12831 oder per E-Mail unter rosenheim@bund-naturschutz.de.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.