Löwen bleiben uneinholbar vorn

Klarer 5:2-Sieg gegen die Höchstadter „Alligators“

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ehcEinen Punkt hat der EHC Waldkraiburg in seinem letzten Spiel der Zwischenrunde gebraucht, am Ende wurden es gar drei. Gegen die Höchstadter „Alligators“ gewann das Team von Rainer Zerwesz dank der Tore von Max Kaltenhauser (2), Jakub Marek (2) und Oleg Tokarev mit 5:2. Für die Gäste trafen Marc Kaczmarek und Spielertrainer Daniel Jun, der auf der Pressekonferenz nach dem Spiel viel Lob verteilte- jedoch für den Gegner.

„Waldkraiburg hat klar gezeigt, warum sie die beste Mannschaft der Vorrunde waren und auch jetzt in der Zwischenrunde sind“, so HEC-Coach Daniel Jun, der dann aber erst loslegte: „Großes Lob an Rainer, den meiner Meinung nach mit Abstand besten Trainer der Liga und das sag ich nicht um hier Sympathiepunkte zu sammeln. Er hat aus dieser Mannschaft ein hungriges Team und aus Max Kaltenhauser einen Führungsspieler gemacht, der wie ich denke auch der beste Spieler der ganzen Bayernliga ist. Er hat einen riesigen Sprung gemacht, konzentriert sich nur aufs Eishockey und das merkt man auch- bei uns hat er drei Tore vorbereitet, heute war es fast wieder so- das ist klar ein Verdienst des Trainers“, so Jun, der selbst in den letzten Jahren zu den herausragenden Akteuren zählte und auch noch lange zählen wird.

 

Einem der beiden derart Gelobten, Rainer Zerwesz, war das in seiner angenehmen Art fast etwas peinlich, er bedankte sich zwar, gab aber gleich wieder die Marschroute für die nächsten Wochen aus: „Ein Lob hört man immer gerne, aber wir haben noch nichts erreicht. Jetzt geht’s richtig los und so wie es bisher aussieht, geht es im Viertelfinale gegen Dorfen- da weiß jeder wie das wird. Alle bisherigen Punkte sind weg, jetzt geht eine neue Saison los“ so der 46-Jährige und appellierte an den ohnehin starken Teamgeist seiner Mannschaft: „Jetzt kommt die Zeit, wo man richtig hart arbeiten und zusammenstehen muss. Persönliche Eitelkeiten müssen komplett außen vor bleiben und man darf nur die Mannschaft sehen- dann haben wir eine ganz gute Chance, oben stehen zu können. Und dann nach der Saison kann man sagen, ob man wirklich ein guter Trainer ist“ so Zerwesz weiter.

 

Dass er sein Handwerk aber doch ganz gut versteht, zeigte sich gleich zu Beginn gegen die Höchstadter. In der Verteidigung wiederholte der EHC-Coach nämlich sein Experiment vom Freitag und beorderte „Allrounder“ Max Kaltenhauser in Unter- und Überzahlspielen in die Defensive. Mit Andreas Andrä, der weiter im Aufbautraining steht und den erkrankten Johannes Pfeiffer und Tim Paschedag mussten nämlich erneut drei gelernte Verteidiger passen. Dennoch, die Hausherren legten unter den Augen von Bürgermeister Robert Pötzsch gut los und hatten gute Chancen. Lediglich mit der Verwertung derselben sah es düster aus. In der 18.Minute ließ Kaltenhauser das Stadion dann aber jubeln: Recht unbedrängt und trocken zog der Kapitän der „Löwen“ aus dem Lauf ab und ließ Gäste-Keeper Ronny Glaser alt aussehen (17:46). Als sich die meisten wenig später schon auf den Pausentee einstellten- in erster Linie die Defensive der Gäste- schlugen die „Löwen“ nochmals zu: Jakub Marek erzielte sein 25.Saisontor, stellte auf 2:0 (19:50) und man muss sagen, dass aufgrund des Chancenplus der Gastgeber dieser Spielstand noch glücklich war für die minimierten „Alligators“, die abermals verletzungsbedingt mit einer nur 15-köpfigen Rumpftruppe anzutreten hatten.

 

Durch zwei schnelle Gegentore nach Beginn des zweiten Drittels, enteilten die Industriestädter dann gar auf 4:0. Die Torschützen, „natürlich“ mochte man fast sagen, erst Marek (20:15) dann Kaltenhauser (23:11). Höchstadt kam dann zwar eindrucksvoll zurück und mit Marc Kaczmarek und Jun auf 2:4 heran (29:39 & 35:18), Oleg Tokarev sorgte dann aber für den 5:2-Schlusspunkt (54:25) in diesem vermeintlichen Spitzenspiel. Für die „Löwen“ ist die Gruppe A der Zwischenrunde nun beendet, wie auch in der Vorrunde liegen sie uneinholbar auf dem ersten Platz. Am 20.Februar startet der EHC mit einem Heimspiel ins Play Off-Viertelfinale- dann können die zu Recht so gelobten Spieler und der Trainer der „Löwen“ erneut zeigen, was in ihnen steckt- zwar steht der Gegner noch nicht fest, doch aller Voraussicht nach ist es kein Geringerer als der Lokalrivale aus Dorfen.

 

Eishockey-Bayernliga 2014/ 2015, Zwischenrunde Gruppe A, 8.Spieltag. EHC Waldkraiburg – Höchstadter EC 5:2 (2:0/ 2:2/ 1:0). Tore: 1:0 17:46 Kaltenhauser M. (Rott Th.), 2:0 19:50 Marek J. (Kaltenhauser M., Kanzelsberger F.), 3:0 20:15 Marek J. (Wagner L.), 4:0 23:11 36:49 Kaltenhauser M. (Tokarev O.), 4:1 29:39 Kaczmarek M. (Tratz D., Hiendlmeyer St.), 4:2 35:18 Jun. (Vojcak M. PP1), 5:2 54:25 Tokarev O. (Kaltenhauser M.). Strafen: EHC Waldkraiburg 6 Strafminuten, Höchstadter EC 6 Strafminuten. Zuschauer: 576.

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