Im Spitzenspiel eine Klasse-Verteidigung

Basketball-Bundesliga: Wasserburg gewinnt bei Verfolger Saarlouis

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SheyGestern Nachmittag waren die Wasserburger Basketball-Damen beim Tabellenzweiten und Verfolger Saarlouis zu Gast. Das Team von Headcoach Bastian Wernthaler musste sich durchbeißen, konnte aber eine Aufholjagd der Gastgeber erfolgreich verhindern. Die Innstädterinnen entschieden das Spiel am Ende mit 58:50 für sich. Damit haben sie nun in der ersten Basketball-Bundesliga einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenzweiten Herner TC. Saarlouis muss sich nach der gestrigen Partie erst einmal mit dem dritten Rang zufrieden geben.

In der ersten Halbzeit taten sich die Wasserburgerinnen noch etwas schwer. Die Saarlouis Royals legten im ersten Viertel einen knappen Vorsprung von 20: 16 vor, den sie auch während des zweiten Viertel aufrechterhalten konnten. Zur Halbzeitpause trennten sich die beiden Mannschaften 35:28 für Saarlouis. Nach der Halbzeitpause kamen die Wasserburger Damen wieder zurück ins Spiel und konnten im Gegensatz zu ihren Gegnerinnen (8 Punkte) gleich 20 Mal punkten. So gab es dann doch noch einen Wendepunkt in der Partie und die Damen gingen 48:43 in Führung. Im letzten Viertel war punktemäßig am wenigsten geboten, was jedoch nichts mehr am Spielergebnis änderte.

Die Innstädterinnen konnten ihren Vorsprung halten und holten sich den nächsten Auswärtssieg. Top-Scorerinnen bei Wasserburg waren die beiden US-Amerikanerinnen Shey Peddy und Emma Cannon, die zusammen zwei Drittel der Gesamtpunkte erzielten. Headcoach Bastian Wernthaler war mit der Leistung der Mannschaft im DBBL-Spitzenspiel nur teilweise zufrieden: „Die Mannschaft war das härtere Team, hat gekämpft und sehr defensiv-orientiert gespielt.“ Sehr kritisch äußerte sich der Trainer über die Spielweise in der Offensive: „Es war gut, dass die Mannschaft so gut verteidigt hat. Da überlebt man auch einen solch rabenschwarzen Tag in der Offensive. Das werden wir auf alle Fälle nochmal ansprechen müssen“, so Wernthaler.

Bei der Bewerbung um das Top4 Pokalfinale Mitte März haben die Wasserburger dagegen leider den kürzeren gezogen. Neben dem Herner kam der TSV als einziger Top4 Kandidat in Frage, da sich kein weiteres Team für die Austragung des Pokalfinales in der Heimat beworben hat. Laut Gabi Brei begründete DBBL-Geschäftsführer Achim Barbkneckt die Entscheidung damit, dass das Event in Herne Premierecharakter habe sowie räumliche Aspekte und das 30-jährige Jubiläum der Basketballabteilung für die Austragung in Norddeutschland sprechen würden.

„Ich habe die Entscheidung mit einem lachenden und weinenden Auge zur Kenntnis genommen und muss sie respektieren“, sagte Gabi Brei, „mir tut es besonders für die Mannschaft, das Trainerteam und die Fans leid, dass das Pokalfinale nicht in Wasserburg stattfinden kann.“ Andererseits stelle diese Entscheidung eine Entlastung für die Basketball-Abteilung dar. „Uns bleibt eine „Sponsorenbettelralley“ erspart, die durch die Auflagen und den Kosten von etwa 20 000 Euro unausweichlich gewesen wäre“, sagte Gabi Brei. Weniger Chancen für den erneuten Pokalsieg der Damen sieht Gabi Brei aber nicht. „Ich vertraue auf die Stärke des gesamten Teams und bin mir sicher, dass sie auch im hohen Norden gute Leistungen erzielen und den Pokal nach Hause holen können.“

Es spielten: Shey Peddy (19 Punkte), Claudia Calvelo, Anne Breitreiner (4), Daniela Vogel, Stephanie Wagner (2), Anna Jurcenkova (4), Tiina Sten (4), Sara Vujacic, Svenja Brunckhorst (7), Nicole Romeo (2), Emma Cannon (16).

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