Grüne lehnen Trasse für B15 neu ab

Rosi Steinberger, Landtagsabgeordnete der Grünen, nimmt Stellung

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TrassenvorstellungB15neu_KHaag/Dorfen – Innenminister Joachim Herrmann hat am vergangenen Samstag in Dorfen eine völlig neue Variante der B15 neu zwischen Landshut und Haag aus dem Hut gezaubert (wir berichteten). Anlass für diese Aktion war der vehemente Widerstand gegen die bisherige Anmeldetrasse aus dem Raum Mühldorf, dem Stimmkreis von Staatskanzleichef Marcel Huber. Jetzt nimmt Rosi Steinberger, Landtagsabgeordnete der Grünen, dazu Stellung.

Die neue Trasse verläuft nun ab Adlkofen quer durch das Gemeindegebiet Kumhausen, wo sie etwa in Höhe Niederkam die B15 alt überquert. Im weiteren Verlauf ist sie nahezu parallel zur B15 alt, und nicht mehr im Landkreis Mühldorf, sondern im Landkreis Erding geplant.

„Diese Planung halte ich für untragbar“, erklärt Rosi Steinberger, Landtagsabgeordnete der Grünen. „Sogar Innenminister Herrmann hält diese Trasse naturschutzfachlich für sehr anspruchsvoll. Da braucht es nicht mehr viel Phantasie, um sich vorzustellen, welch enorme Eingriffe in Natur und Landschaftsbild damit verbunden sind“, so Steinberger weiter.

Die Staatsregierung sollte sich Steinbergers Ansicht nach anhand der vorhandenen Verkehrszahlen grundsätzlich einmal überlegen, ob es südlich der A92 überhaupt eine Autobahn brauche. Für die Abgeordnete ist ein bedarfsgerechter Ausbau der B15 alt mit Ortsumfahrungen die einzig sinnvolle Lösung.

„Sogar der Innenminister sagte bei der Veranstaltung, dass es erst einmal mit einer zweispurigen Straße getan sei“ berichtet die Abgeordnete. Ob und wann diese neue Straße südlich von Haag überhaupt fortgeführt werde, könne man erst einmal  offen lassen, so die Aussage von Karl Wiebel, Leiter der Abteilung Straßenbau der Obersten Baubehörde.

Die Landtagsabgeordnete der Grünen stellt zusammenfassend fest: „Alle auf der Veranstaltung anwesenden Bürgermeister von Kumhausen, Taufkirchen über Dorfen bis St. Wolfgang lehnten diese Trasse kategorisch ab.“ Der Erdinger Landrat Martin Bayerstorfer forderte ihrem Bericht zufolge einen Stopp der Planungen und kündigte einen Kreistagsbeschluss gegen diese Trasse an.

Und die schärfste Kritik kam von Umweltministerin Ulrike Scharf, die erklärte, einen derartigen Eingriff in die Heimat nicht zu tolerieren.

 

„Dem ist doch eigentlich nichts mehr hinzuzufügen“, lautet Rosi Steinbergers persönliches Fazit.

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