Gute Fachkräfte weiterhin gesucht

Arbeitsmarkt bei uns in der Region aber stabil - Quote bei 2,9 Prozent niedrig

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Wegweiser Arbeitsamt„Das Wetter ist seit Wochen ausgesprochen mild, so dass auch in diesem Jahr die typische saisonale Winterarbeitslosigkeit noch nicht eingesetzt hat. Daher blieb die Zahl der Arbeitslosen weiter auf einem niedrigen Niveau“, so Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur.  Die Arbeitslosenquote sei nur leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent angestiegen. Eine Quote, die zeige, dass der Arbeitsmarkt hier in der Region weiterhin stabil sei. Konjunktur-bedingte Personalfreistellungen seien nicht zu erkennen, gute Fachkräfte dagegen seien weiterhin gesucht. Typisch für diese Jahreszeit sei allerdings …

… dass die Gastronomie beziehungsweise die Kurhäuser und Sanatorien in den Fremdenverkehrsgebieten ihr Personal zum Teil entlassen haben und erst wieder zum Saisonstart für die Advents- und Weihnachtszeit einstellen werden. Daher sei die Zahl der Erwerbslosen leicht angestiegen.

Am 12. November (statistischer Zähltag) waren 8 110 Menschen im Agenturbezirk Rosenheim (Stadt und Landkreis Rosenheim  sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen) arbeitslos, das sind 250 mehr als im Vormonat und 80 mehr als im November letzten Jahres. Von Mitte Oktober bis Mitte November haben sich 2 660 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet, 1 470 gingen vor ihrer Meldung einer Erwerbstätigkeit nach.

Gleichzeitig haben sich 2 390 Männer und Frauen wieder aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet, davon 880 in Erwerbstätigkeit. Cujai dazu: „Diese niedrige Zahl ist für einen Monat November durchaus üblich. Die Weihnachtszeit steht vor der Tür, und Aufträge müssen noch schnell abgearbeitet werden, da bleibt wenig Zeit für Personalrekrutierung und Auswahlgespräche. Hier kann ich nur unsere Unterstützung anbieten: Unser Arbeitgeber-Service bespricht mit Ihnen den Bedarf und kann auch eine Vorauswahl treffen. Sollte derzeit kein „hundertprozentiger“ Bewerber gemeldet sein, werden die Kolleginnen und Kollegen mit Ihnen Alternativen besprechen.

Eine betriebliche Trainingsmaßnahme eignet sich besonders gut, um heraus zu finden, ob der oder die neue Arbeitskraft passt. Mit dieser Art „Praktikum“ im Betrieb gehen Sie keinerlei Risiko ein. Reden Sie mit Ihrer/Ihrem zuständigen Arbeitsvermittler/in. Wenn Sie die Durchwahlnummer nicht parat haben, rufen Sie uns kostenlos unter der Hotline-Nummer 0800 4 5555 20 an. Gerne kommen unsere Vermittlungsfachkräfte auch persönlich bei Ihnen vorbei!“

Je niedriger die Zahl der Arbeitslosen ist, desto schwieriger ist es, Angebot und Nachfrage zusammen zu bringen. Cujai dazu: „Trotzdem muss es unser aller Bestreben sein, jedem Arbeitslosen eine Chance zu geben. Insbesondere das Alter sollte kein Hinderungsgrund sein, sich einen Bewerber oder eine Bewerberin näher anzusehen. Wichtig ist, dass die „Chemie“ stimmt. Ein altersgemischtes Team kann eine Bereicherung für ein Unternehmen sein.“

Insgesamt stehen den 8 110 gemeldeten Arbeitslosen 2 720 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gegenüber. Bei Betrachtung der einzelnen Berufsgruppen werden Ungleichgewichte erkennbar, unabhängig von der jeweils geforderten Qualifikation.

Hier ein paar Beispiele:

Für Papier- und Druckberufe beziehungsweise Mediengestalter sind 130 Arbeitslose registriert, es liegen aber nur 30 Stellenangebote vor.

Für Berufe im Schutz- und Sicherheitsbereich sind über 200 Personen arbeitslos gemeldet, Stellenangebote gibt es 40.

Gute Aussichten, eine adäquate Arbeit zu bekommen, gibt es für den Metallbereich sowie für die Maschinen- und Fahrzeugtechnik (insgesamt 370 offene Stellen, 390 Arbeitslose) und direkt für Mechatroniker sowie für Energie- und Elektroberufe (190 Stellen, 125 Arbeitslose).

Auch bei den Gesundheitsberufen liegen 250 Stellenangebote vor, auf die sich – rein rechnerisch – 260 Arbeitslose bewerben könnten.

Bei einigen Berufsfeldern sieht die Relation Arbeitslose zu Stellen dagegen nicht besonders gut aus, dazu zählt im Besonderen der Handel (190 offene Stellen zu 780 Arbeitslosen).

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

Die Gesamtzahl der Arbeitslosen wird nach zuständigen Rechtskreisen unterschieden. Die Arbeitsagentur betreut Menschen nach dem Rechtskreis des Sozialgesetzbuches III und die Jobcenter nach dem Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II.

 

  • In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um insgesamt 26 Personen auf 1 608 Betroffenen angestiegen. Die Arbeitslosenquote ist mit 4,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat gleich geblieben. Von den betroffenen Personen werden derzeit 596 (minus drei) von der Arbeitsagentur in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosenheim Stadt betreuten Kunden ist um 29 auf 1 012 gestiegen.

 

  • Der Landkreis Rosenheim weist – wie im Vormonat – eine Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent Hier sind mit 3 419 erwerbslosen Personen 27 mehr gemeldet als im Oktober. Von den Beschäftigungslosen werden 1 952 Personen durch die Arbeitsagentur in Rosenheim betreut, 43 mehr als im Oktober. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim ist für 1 467 Frauen und Männer zuständig, 16 weniger als im Vormonat.

 

  • Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet ein Plus (56) bei der Arbeitslosigkeit auf 1 684 gemeldete Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote hat sich von 2,5 auf 2,6 Prozent erhöht. Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 1 003 Erwerbslose, 49 mehr als im Vormonat. Das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 681 arbeitslos gemeldete SGB II – Kunden (plus sieben gegenüber dem Vormonat).

 

  • Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 2,8 Prozent (Vormonat: 2,5). Hier sind derzeit 1 397 Personen erwerbslos gemeldet, 139 mehr als im Vormonat. 863 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 135 mehr als im Oktober. Das Jobcenter in Miesbach verzeichnet bei der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ein Plus von vier Betroffenen, aktuell sind 534 SGB II – Kunden als arbeitslos gemeldet.

 

Allgemeine Hinweise:

  • Ab Berichtsmonat Mai 2014 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert.
  • Seit Berichtsmonat März 2011 ist die statistische Berichterstattung zu Arbeitslosigkeit und Arbeitsuche auf eine integrierte Datenbasis umgestellt. Die Daten aus VerBIS und XSozial werden in den Statistik-IT-Verfahren nun so zusammengeführt, dass ein zutreffender Verlauf der einzelnen Arbeitslosigkeitsperioden zugrunde gelegt wird – auch dann, wenn Arbeitslose in einen anderen Trägerbezirk wechseln. Insbesondere können durch das neue Verfahren Doppelerfassungen von Arbeitslosen vermieden werden

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