Eins der ältesten Kammerensembles weltweit

Tosender Applaus gestern in Wasserburg für das „Tschechische Nonett"

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1Wasserburg – Es war gestern das letzte Rathauskonzert in der Stadt Wasserburg im Jahr 2014. Und der Kulturreferent des Landkreises Rosenheim, Christoph Maier-Gehring, begrüßte das zahlreich erschienene Publikum im historischen Rathaussaal mit den Worten: Ich werde mich auch gerne im Jahr 2015 um diese wunderbare Kulturreihe hier in der schönen Stadt Wasserburg kümmern.“ Herzlich willkommen heißen konnte er mit den Wasserburger Musikfreunden das „Tschechische Nonett“, das an diesem gestrigen Abend beinahe ein Oktett gewesen wäre …

Fotos: Renate Drax

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Denn Petra Brabcova`, die eigentlich die Violine gespielt hätte, hatte sich eine Fingerverletzung zugezogen. Doch für sie sprang freundlicherweise kurzfristig Micael ein.

Das Tschechische Nonett ist eines der ältesten Kammerensembles weltweit. Und das Wasserburger Programm wurde anläßlich des 90. Geburtstages des Ensemble-Bestehsn zusammengestellt.

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Nein, da saßen gestern nicht die ganz Schlanken … in Reihe vier! Am Rande des Konzerts notiert: Reihe vier im historischen Wasserburger Rathaussaal konnte nicht genutzt werden, da einige Stühle scheinbar kaputt gegangen waren – schon vor dem Konzert. Das Publikum dieser Sitzreihe bekam gleich beim Eingang ganz unproblematisch neue Plätze zugewiesen.

Die spezifische Instrumentalbesetzung mit Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Bläserquintett bietet eine fast unerschöpfliche Skala an Farbkombinationen mit dem vollen Klang eines Kammerorchesters.

Zu hören waren die Tanzpräludien von Witold Lutoslawski. Der Pole hatte sie vor genau 60 Jahren für Klarinette und Klavier komponiert. Die Uraufführung hatte damals unter der Leitung von Benjamin Britten beim Festival in Aldenburg stattgefunden.

 

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Christoph Maier-Gehring, der Kulturreferent des Landkreises, begrüßte die zahlreichen Gäste in Wasserburg.

Es folgte ein Werk des Großmeisters der tschechischen Musik, ein Nonett von Bohuslav Martinu. Bevor vor der Pause das Qintett in g-moll op39 von Sergej Prokofjew erklang. Es war eben genau vor 90 Jahren entstanden – als Ballettmusik für den Choreographen Boris Romanow. In kleiner Besetzung untermalte die Musik sechs Episoden aus dem Zirkusleben, mit denen Romanows Truppe im Jahr 1925 höchst erfolgreich auf Tournee ging. Schon vor genau 80 Jahren nahm das Tschechische Nonett das Werk in sein Repertoire auf.

3Nach der Pause folgte gestern zur Krönung das Grand Nonetto Op. 31 von Louis Spohr, einem gebürtigen Braunschweiger. Es war 1925 der Grundstein für neun junge Künstler, die als Tschechisches Nonett damals Furore machten.

Ein wahrlich jubiläumswürdiges, großartiges Programm, das tosenden Beifall erntete.

Es spielten auf der Bühne im Wasserburger Rathaussaal – neben Micael – noch Vladimir Kroupa (Viola), Simona Hecova (Violoncello), David Pavelka (Kontrabass), Jiri Skuhra (Flöte), Vladislav Borovka (Oboe), Ales Hustoles (Klarinette), Pavel Langpaul (Fagott) und Jiri Spacek (Waldhorn).

Auch das neue Rathauskonzerte-Programm für Wasserburg lag gestern den Gästen bereits vor – wir berichten gesondert …

 

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