Starbulls laden die Asylbewerber ein

Herzliches Willkommen beim nächsten Heimspiel - Ein wenig Abstand vom harten Alltag

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StarbullsSie sind Tausende von Kilometern von ihrer Heimat entfernt, haben ihr Leben riskiert, um aus Krisengebieten zu flüchten und sind jetzt in Rosenheim. Die Luitpoldhalle wurde zur Not-Erstaufnahmeeinrichtung umfunktioniert und rund 70 Asylbewerber sind seit Freitag auf engstem Raum dort untergebracht (wir berichteten). Auch die Starbulls Rosenheim wollen sie in der Stadt willkommen heißen. Daher laden sie alle Asylbewerber der Luitpoldhalle ein, das Heimspiel der Starbulls Rosenheim gegen die Ravensburg Towerstars am Sonntag, 23. November, zu besuchen. Es soll eine kleine Geste sein …

… um den rund 70 Menschen ihren neuen Aufenthaltsort näher zu bringen. Rosenheim ist seit jeher Eishockeystadt und diesen Aspekt sollen auch die Asylbewerber kennenlernen.

„Die Luitpoldhalle bietet ein Dach über dem Kopf und die Asylbewerber werden von der
Stadtverwaltung, der Sozialen Stadt Rosenheim, den Hilfsorganisationen und den ehrenamtlichen Helfern hervorragend betreut und versorgt. Wichtig sind aber auch Freizeitaktivitäten, damit es in der Halle nicht zu einem Lagerkoller kommt. Flüchtlingspaten unternehmen beispielsweise Spaziergänge und helfen, die Stadt Rosenheim kennenzulernen. Mit der Einladung zum Spiel gegen Ravensburg wollen die Starbulls den Alltag der Asylbewerber ein wenig auflockern.

Ein Eishockeybesuch bietet zwei Stunden Unterhaltung für Menschen, die teilweise traumatisiert und mittellos ihre Heimat verlassen mussten und zeigt ihnen gleichermaßen ein wichtiges Stück
Rosenheim“, so Pressesprecher Christian Baab. Die Asylbewerber werden am Sonntag von ehrenamtlichen Helfern der Sozialen Stadt Rosenheim begleitet. Für die Asylbewerber ist eine solche Freizeitgestaltung von hoher Bedeutung, auch, um möglichen Konflikten aufgrund des beengten Raumes entgegenzuwirken.

„Unsere Gesellschaft steht in der ethischen und moralischen Pflicht, Menschen, deren Leben bedroht ist, die ihre Heimat verloren haben und in eine ungewisse Zukunft blicken, zu helfen. Ein
Eishockeybesuch mag nur ein wenig Freude und Zerstreuung bringen, hilft aber in den Augen der
Starbulls, integrativ zu wirken und den rund 70 Asylbewerbern zu signalisieren, dass sie in
Rosenheim herzlich willkommen sind. In Zeiten der Not ist eine allgemeine Solidarität
unabkömmlich, dieser Verantwortung wollen sich die Starbulls Rosenheim und deren Fans nicht
entziehen“, so Baab.

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