Es ist nicht wichtig wo, sondern wie du schläfst

Die Burschen von VAIT rockten gestern das Gymnasium - Ungefiltert und sehr ehrlich

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0Man spürt sie sofort – die Freude und die Botschaft: VAIT! Nicht glatt, sondern markant und geradezu energetisch der Sound, die Texte nachdenklich, sozialkritisch und immer kämpferisch! Vait rockte die Aula des Gymnasiums in Wasserburg gestern Nacht und das Publikum sparte nicht mit tosendem Applaus. „Ab hier kann ich allein“ heißt das zweite Studioalbum von VAIT, das im Frühjahr erschien. Aber wer kommt schon wirklich ganz allein zurecht? Zur Volkskrankheit Einsamkeit initiiert VAIT einfach den Gegenentwurf. Die Einsamkeit und das Alleinsein der heutigen egoistischen, aufgescheuchten Zeit zu überwinden. Mit dem Wir-Gefühl der Freundschaft

Fotos: Renate Drax

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5Auch die Produktion des Albums zeigt wie viel möglich ist, wenn man eben nicht allein ist. In Eigenregie von Gitarrist Benedikt Dorn produziert, konnten die Bad Aiblinger Burschen von VAIT mit Hilfe befreundeter Gastmusiker – wie Mitgliedern von LaBrassBanda und der Stefan Dettl Band sowie Multi-Instrumentalist Martin Kälberer – einen nachhaltigen Sound für den Kopf der Band Ralf Müller und seine Texte zwischen Punk- und Denkertum schaffen.

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Auf der Bühne in Wasserburg: Frontmann Ralf Müller gemeinsam mit Beni Dorn (Gitarre), Paul Schmitz (Percussion), Stefan Strattner (Bass) und Stefan K. am Piano und an da Ziach.

„Wenn wir wüssten, wer wir sind, wär´s egal, wer gewinnt“ – „Ist das noch Kunst“ – und natürlich „Du bist nicht allein“: Die Songs von VAIT machen Mut, eine häufig verklärte Vergangenheit abzuschütteln. Die sehr berührende Ballade „Parkbank“ beschreibt das traurige Thema Obdachlosigkeit und die damit verbundene, existentielle Urangst aus einem neuen Blickwinkel; „Es ist nicht wichtig wo, sondern wie du schläfst“.

3Aus Bad Aibling schon auf vielen großen Bühnen der Republik gestanden! Und nun auf der, des Gymnasiums. Der Elternbeirat um Organisatorin Irmi Williams hatte dazu eingeladen. Die Konzertbesucher hörten sie gerne, die eingängigen und ergreifend offenen, deutschen Lyrik-Songs mit dem kräftigem, mitreißenden Sounduntergrund. Ungefiltert – und sehr ehrlich. Ein Abend, der noch viel, viel mehr Schüler-, Eltern- und Lehrer-Publikum in Wasserburg verdient gehabt hätte!

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