Wasserburger nicht zu bremsen

Volleyball: Drei Siege, 9:0 Punkte und 100 Prozent Zufriedenheit

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Male volleyball player. Studio shot over black.Wasserburg/Mühldorf – Am zweiten Heimspieltag des TSV Wasserburg erwartete die Mannschaft um Spielertrainer Jürgen Kölbl den letztjährigen Deutschen Meister der A-Jugendlichen, den TSV Mühldorf, der sich auch dieses Jahr erneut für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren konnte – sowie den TSV Bruckmühl. Die beiden am Wochenende angereisten Mannschaften konnten den Wasserburger Volleyballern nicht in ihre bis jetzt makellose Bilanz-Suppe spucken.

Zu Beginn lief es noch nicht so rund und der erste Satz entwickelte sich leider nicht so wie vorgesehen. Der TSV Bruckmühl schlug erstaunlich hart und platziert auf, was Annahmeprobleme und daraus resultierende Pass-Ungenauigkeiten nach sich zog. Trotzdem fanden Aldo Heinke auf der Außenposition und Stefan Semüller auf der Diagonalposition jedoch immer wieder das passende Mittel, um die Ungenauigkeiten auszugleichen und Wasserburg Punkt für Punkt dem ersten Satzerfolg näher zu bringen. In dieser Spielphase gut für die Heimmannschaft, denn die Mittelblocker Bench Hölzle und Stefan Hiebl konnten wegen der viel zu weit vom Netz entfernten Annahme gar nicht erst in Szene gesetzt werden.

Der lautstark agierende Gegner Bruckmühl hatte sich einiges vorgenommen für diesen Nachmittag. Das war deutlich zu erkennen. Die bis dato punktlosen Bruckmühler waren selbst nach guten Blocks von Stefan Hiebl und Aldo Heinke moralisch nicht niederzuringen und wehrten sich nach Kräften. Allerdings waren sie nicht im Stande, ihren hohen Aufschlagdruck zu halten und das ermöglichte den Wasserburger Annahmespielern um Damian Golla eine konstantere Annahme, als zu Spielbeginn, welcher letztendlich der erste Satzgewinn mit 25:19 zu verdanken war.

In Satz zwei lag die Heimmannschaft des Öfteren fünf bis sechs Punkte zurück. Der Ball verließ Kölbls Hände in den Augen des streng, aber souverän pfeifenden Schiedsrichters zu oft unsauber, was dieser daraufhin auch sofort abpfiff. So ging Punkt um Punkt verloren, ohne dass überhaupt ein Angriff erfolgen konnte. Sehr zur Freude der Bruckmühler, die ihre Chance witterten und noch lautstarker von ihrer durchaus variablen Auswechselbank angefeuert wurden.

Dank Dieter Heidrich, einem sehr erfahrenen A-Trainer, der lange die Damenmannschaften des TSV Eiselfing trainierte, konnten die taktisch geschickt gewählten Auszeiten dazu genutzt werden, die Annahme wieder zu festigen und die Spieler etwas aufzubauen. Und so kam es, dass der TSV einen Rückstand von 13:18 noch in einen 25: 23 Satzsieg verwandelte und erhobenen Hauptes die Seite wechseln konnte.

In Satz drei hatte Youngster Maxi Jünger sein Debüt. Er kam für Christian Berer, der einen sehr harten Schmetterball abbekam und zunächst einmal auf der Bank Platz nehmen musste. Und der 25-Jährige fügte sich gleich zu Beginn sehr gut in die Mannschaft ein. Bereits nach vier Minuten feierte das Team seinen ersten Block. Als der Satzgewinn jedoch wieder in Gefahr geriet, wurde Altroutinier Berer für ihn eingewechselt, obwohl Jünger eine sehr gute Partie lieferte. Doch dieser rein taktische Wechsel brachte wieder Ruhe in die Mannschaft und der TSV konnte auch den letzten Satz mit 25:19 für sich entscheiden – und somit auch sein zweites Spiel in der laufenden Saison am Ende klar mit 3:0!.

Die Youngguns des TSV Mühldorf schienen da schon ein härterer Brocken zu werden. Die wie gewohnt gute Volleyballschule der Mühldorfer war deutlich zu erkennen. Ballgewandt und sprunggewaltig spielten sie sich warm, was die Wasserburger etwas beunruhigte. Nicht umsonst heißt der letztjährige Deutsche A-Jugendmeister Mühldorf. Und der hatte diese Saison bereits drei Siege gegen erfahrenere und ältere Mannschaften für sich verbuchen können.

Das Spiel gestaltete sich jedoch anders als erwartet. Nervös und planlos erschienen die Mühldorfer zum Teil. Wasserburg hatte die Annahmeschwierigkeiten beilegen können und Kölbs Zuspiel war stabiler, als im vorherigen Spiel. Trotz der hohen Fehlerquote im Aufschlag – Stefan Hiebl riskierte hier zu viel – waren die drei Sätze ein Spaziergang für die Wasserburger „alten Haudegen“.

Wenn der TSV Mühldorf einmal erfolgreiche Aktionen zeigte, folgte zumeist ein Netzaufschlag, der die Köpfe wieder Richtung Boden sinken ließ. „Sie hatten heute einfach keinen guten Tag“, meinte der MühldorferTrainer nach dem Spiel. Wasserburgs Kölbl hingegen freute sich: „Nach dieser Leistung heute haben wir unser Saisonziel schon fast erreicht.“

So konnte keine der beiden angereisten Mannschaften den TSVlern in ihre bis jetzt makellose Bilanz-Suppe spucken. Drei Siege, 9:0 Punkte und 100 Prozent Zufriedenheit können die Wasserburger nun auf ihrem Konto verbuchen.

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